Mähpause im Mai: So wird Ihr Garten widerstandsfähiger und tierfreundlicher

Beim Mähen gilt: Weniger ist oft mehr – längere Mähintervalle fördern die Artenvielfalt und stärken den Rasen. | Foto: dpa
  • Beim Mähen gilt: Weniger ist oft mehr – längere Mähintervalle fördern die Artenvielfalt und stärken den Rasen.
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Mähpause im Mai. Weniger häufiges und höheres Mähen kann Gartenflächen widerstandsfähiger machen und gleichzeitig Tieren im Garten Schutz bieten. Fachleute raten deshalb, Rasen nicht dauerhaft sehr kurz zu halten und beim Einsatz von Mährobotern vorsichtig zu sein.

Gerade automatische Mähroboter können für Wildtiere gefährlich werden, darauf weist die Tierschutzstiftung Vier Pfoten hin. Besonders Igel sind betroffen. Statt zu fliehen rollen sie sich bei Gefahr zusammen und werden von den Sensoren vieler Geräte nicht erkannt. Auch Amphibien, Reptilien und kleinere Haustiere können verletzt werden.

Wer einen Mähroboter nutzt, kann das Risiko reduzieren, wenn das Gerät nur tagsüber arbeitet und währenddessen kontrolliert wird. Haustiere bleiben in dieser Zeit besser im Haus. Außerdem lohnt sich vor dem Mähen ein kurzer Blick über die Fläche, vor allem bei feuchtem Wetter und in der Dämmerung, wenn viele Tiere aktiv sind.

Rasen nicht dauerhaft kurz halten

Auch beim klassischen Rasenmähen gilt laut Wildtierexpertin Eva Lindenschmidt Zurückhaltung. Ein dauerhaft kurz geschnittener Rasen sei für viele Tiere "eine ökologische Wüste". Mähpausen können daher sinnvoll sein.

Der Nabu Hessen empfiehlt, größere Flächen abschnittsweise etwa alle zwei bis drei Wochen zu mähen. So bleiben Blütenpflanzen länger erhalten. Außerdem hilft eine höhere Schnitthöhe, damit Pflanzen und Tiere Rückzugsorte behalten.

Wer den Garten etwa für eine Feier oder zum Spielen nutzt, kann einzelne Bereiche trotzdem kurz halten und andere stehen lassen. Kleine Blühinseln oder schmale Streifen mit höherem Gras reichen oft schon, um Lebensräume zu erhalten.

Warum eine Mähpause im Mai sinnvoll sein kann

  • Futter für Insekten: Beim Mähen verschwinden blühende Wildpflanzen wie Gänseblümchen, Löwenzahn oder Klee. Sie liefern im Frühjahr wichtige Nahrung für viele Insekten.
  • Mehr Artenvielfalt: Höheres Gras bietet Insekten, Amphibien und Kleinsäugern Verstecke. Sehr kurz geschnittene Flächen verlieren diese Rückzugsorte.
  • Robuster Rasen: Laut Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland kann selteneres Mähen die Widerstandskraft der Fläche verbessern. Höheres Gras hält Feuchtigkeit länger im Boden und schützt vor Austrocknung.

Eine etwas längere Rasenfläche kann damit gleichzeitig die Artenvielfalt im Garten fördern und den Pflegeaufwand im Sommer reduzieren. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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