Kürbis sicher essen: Zierkürbisse richtig erkennen

Hübsch anzusehen, aber nichts für den Teller: Zierkürbisse können giftige Bitterstoffe enthalten. | Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-mag
  • Hübsch anzusehen, aber nichts für den Teller: Zierkürbisse können giftige Bitterstoffe enthalten.
  • Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-mag
  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Kürbis sicher essen. Zierkürbisse gehören nur zur Dekoration und nicht auf den Teller, denn sie können bittere und gesundheitsschädliche Stoffe enthalten. Wer einen Kürbis zubereiten möchte, erkennt eine geeignete Frucht an der eindeutigen Kennzeichnung als Speisekürbis.

Im Supermarkt stehen Zier- und Speisekürbisse in der Herbstzeit oft dicht beieinander. Ein Hokkaido kann etwa vor dem Kochen als Dekoration dienen, Zierkürbisse sollten dagegen nicht gegessen werden, warnt die Verbraucherzentrale Bremen.

Bitterstoffe können Magen und Darm belasten

Zierkürbisse können Cucurbitacine enthalten. Diese Bitterstoffe können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe auslösen. Besonders Kinder und ältere Menschen können empfindlich reagieren.

Aus handelsüblichen Speisekürbissen wurden diese Stoffe weitgehend herausgezüchtet. Für die Küche kommen daher nur Früchte infrage, die ausdrücklich als Speisekürbis verkauft werden.

Eigene Samen können bei manchen Sorten zum Risiko werden

Auch bei Kürbissen aus dem eigenen Garten kommt es auf Sorte und Saatgut an. Insekten können Blüten mit Pollen von Zierkürbissen bestäuben. Die geernteten Früchte bleiben nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung zwar genießbar, aus ihren Samen können im folgenden Jahr aber bitterstoffhaltige Kürbisse wachsen. Das kann unter anderem Spaghetti- und Ufo-Kürbisse betreffen.

Für den Anbau bietet sich daher neues Saatgut oder neue Setzlinge aus dem Fachhandel an. Laut Bundeszentrum für Ernährung gelten Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbisse als Sorten, die sich nicht mit Zierkürbissen kreuzen und dadurch nicht bitter werden können.

Ein deutlich bitterer Geschmack ist ein klares Warnzeichen

Bei selbst geernteten Kürbissen kann vor der Zubereitung ein kleines rohes Stück probiert werden. Schmeckt es deutlich bitter, sollte es sofort ausgespuckt werden. Weder Fruchtfleisch noch Kerne sind dann zum Essen oder Weiterverarbeiten geeignet.

Kochen, Braten und Backen bauen Cucurbitacine nicht zuverlässig ab. Die praktische Konsequenz lautet deshalb: Als Speisekürbis gekennzeichnete Ware wählen und bitter schmeckende Gartenkürbisse konsequent entsorgen. [dpa/red]

Autor:

dpa content aus Ludwigshafen

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.