Kompost als Torfersatz: Was das für Erde und Kräutertöpfe heißt

Torfärmere Erden werden häufiger angeboten. Ein BLE-Projekt zeigt, wie Kompost als Alternative in Substraten funktionieren kann, besonders bei Topfkräutern. | Foto: iMarzi/stock.adobe.com
  • Torfärmere Erden werden häufiger angeboten. Ein BLE-Projekt zeigt, wie Kompost als Alternative in Substraten funktionieren kann, besonders bei Topfkräutern.
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Kompost als Torfersatz. Hochwertiger Kompost kann Torf in Substraten für Topfkräuter teilweise oder sogar vollständig ersetzen, wenn Mischung und Einsatz zur jeweiligen Kultur passen.

Wer im Gartenmarkt torfreduzierte Erde sucht oder selbst Kräuter im Topf zieht, stößt schnell auf die Frage, ob Pflanzen damit genauso zuverlässig wachsen wie in torfhaltigen Substraten. Genau dazu hat ein Konsortium im fünfjährigen BÖL-Projekt „TerÖko“ torfreduzierte und torffreie Substrate in der Praxis getestet.

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) fasst die Ergebnisse in einem 68-seitigen Merkblatt zusammen. Im Kern geht es um praxistaugliche Strategien, welche alternativen Substratkomponenten geeignet sind und wie sich der Umstieg schrittweise umsetzen lässt. Im Mittelpunkt steht regional verfügbarer Kompost.

Worum es beim Umstieg auf weniger Torf praktisch geht

Torf wird im Gartenbau traditionell genutzt, weil er gleichmäßige Eigenschaften für die Kulturführung bietet. Der Umstieg auf Alternativen bedeutet daher vor allem, die Substratwahl stärker an die Kultur und den geplanten Einsatz anzupassen. Nach Einordnung der BLE zeigen die TerÖko-Ergebnisse, dass hochwertiger Kompost dafür ein verlässlicher Baustein sein kann.

Das Merkblatt „Mehr Kompost, weniger Torf im Bio-Kräutertopf“ beschreibt dafür unter anderem:

  • Strategien für den schrittweisen Übergang zu torfreduzierten und torffreien Substraten.
  • Geeignete alternative Substratkomponenten und wofür sie sich in unterschiedlichen Kulturen eignen.
  • Einsatzmöglichkeiten in der Praxis, speziell für die ökologische Produktion von Topfkräutern, aber auch mit Relevanz für die Gartenbaubranche insgesamt.

Für eine schnelle Orientierung gibt es zusätzlich ein zweiseitiges Praxismerkblatt. Beide Merkblätter sowie der Abschlussbericht sind laut BLE unter www.ble.de/TerOeko gebündelt abrufbar.

Einordnung: Warum Torf im Gartenbau reduziert werden soll

Die Bundesregierung setzt beim Moorbodenschutz und beim reduzierten Torfeinsatz unter anderem auf das Klimaschutzprogramm 2030, den Klimaschutzplan 2050 sowie Moor- und Torfminderungsstrategien. Vor diesem Hintergrund untersuchte TerÖko das Potenzial von Torfalternativen in einem Verbund aus Wissenschaft, Beratung, Praxis und Erdenindustrie.

Beteiligt waren nach Angaben der BLE unter anderem die Bioland Praxisforschung GmbH, die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg, die Fachhochschule Erfurt, die Universität Kassel am Standort Witzenhausen, ein Ingenieurbüro für Sekundärrohstoffe und Abfallwirtschaft, ein Anbauberater sowie zwölf Bio-Kräuterbetriebe bundesweit. Gefördert wurde das Projekt vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat im Bundesprogramm Ökologischer Landbau, die BLE begleitete es als Projektträger.

Unterm Strich liefert das TerÖko-Material eine praxisnahe Grundlage, um bei Topfkräutern und vergleichbaren Kulturen Kompost gezielt als Torfersatz einzuplanen.

Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.

Autor:

Laura Lüttmann aus Neustadt/Weinstraße

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