Kindersonnencreme im Test: Gute Produkte gibt es schon günstig
- Öko-Test hat 22 Kindersonnencremes getestet. Die Ergebnisse sind wechselhaft.
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Öko-Test. Kinder werden im Sommer oft täglich eingecremt, ob auf dem Spielplatz, im Freibad oder im Urlaub. Die gute Nachricht: Im aktuellen Test schneiden die meisten Kindersonnenschutzmittel sehr gut ab, problematische UV-Filter oder andere gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe wurden in keinem der 22 Produkte gefunden.
Getestet wurden in der Öko-Test Ausgabe (06/2026) Kindersonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 50 oder 50+, darunter auch Naturkosmetik. Auffällig war vor allem, dass es gute Qualität schon günstig gibt: Auf 200 Milliliter gerechnet war sehr gute Sonnenmilch bereits ab 3,45 Euro erhältlich.
Zum ersten Mal keine bedenklichen UV-Filter in Sonnencreme
Zum ersten Mal wurde in diesem Test kein Produkt wegen bedenklicher UV-Filter abgewertet. Auch Formaldehyd, problematische Duftstoffe oder andere gesundheitlich bedenkliche Inhaltsstoffe spielten bei den untersuchten Kindersonnencremes keine abwertungsrelevante Rolle.
Bei den Phthalaten zeigt sich ebenfalls eine Verbesserung. DnHexP, ein Abbauprodukt eines verbotenen Weichmachers, wurde nur noch in einem Produkt in Spuren von deutlich weniger als einem Milligramm pro Kilogramm nachgewiesen. In allen anderen getesteten Sonnenschutzmitteln war der Stoff nicht nachweisbar.
- Lacura Sun Kids Sonnenmilch 50+, Aldi Süd, Note: "sehr gut"
- Sun Ozon Kids Sonnenmilch 50+, Rossmann, Note: "sehr gut"
- Bevola Kids Sonnenmilch 50+, Kaufland, Note: "befriedigend"
- Mabyen Baby & Kids Sonnencreme 50, Community Brands, Note: "nicht bewertbar"
- Avène Kinder-Sonnenmilch 50+, Pierre Fabre, Note: "befriedigend"
Wo ÖKO-TEST Kritik übt
Ganz ohne Mängel kommt der Test trotzdem nicht aus. Bei der Bevola Kids Sonnenmilch 50+ lag der gemessene Lichtschutzfaktor deutlich unter den Anforderungen an ein ausgelobtes 50+-Produkt. Das Mittel bietet zwar noch hohen Schutz, erreichte im Labor aber nicht den Wert, den Verbraucherinnen und Verbraucher bei dieser Auslobung erwarten dürfen.
Besonders auffällig ist auch die Mabyen Baby & Kids Sonnencreme 50. Hier blieb das Gesamturteil bei "nicht bewertbar", weil der Lichtschutzfaktor mit der verwendeten Prüfmethode nicht verlässlich beurteilt werden konnte und zusätzlich Mängel bei der Deklaration festgestellt wurden. Unter anderem wurde die Angabe "parfümfrei" kritisiert, obwohl Benzylalkohol enthalten ist, der als deklarationspflichtiger Duftstoff gilt.
Auch bei der Kennzeichnung von Nanomaterial gab es Probleme. Bei drei Produkten fehlte der Zusatz "nano" in der Inhaltsstoffliste, obwohl Titandioxid und oder Zinkoxid nach Messung zu mehr als der Hälfte in Nanogröße vorlagen.
Umweltwerbung und Verpackung im Blick
Neben dem gesundheitlichen Schutz hat ÖKO-TEST auch Umweltaspekte und Verbraucherinformation bewertet. Kritisiert wurden unter anderem pauschale Aussagen wie "korallenfreundlich" oder "Sanft zur Umwelt", wenn dafür keine ausreichende Grundlage oder Erklärung auf dem Produkt zu finden war.
Außerdem fehlten bei einzelnen Produkten wichtige Anwendungs- und Warnhinweise zum sicheren Sonnenbaden. Das ist relevant, weil selbst eine sehr gute Sonnencreme Kinderhaut nicht vollständig schützt und richtiger Sonnenschutz immer auch Kleidung, Schatten und das Meiden der Mittagssonne umfasst.
Wer Details zum Test nachlesen will, findet sie bei ÖKO-TEST . Eingekauft wurden die Produkte von Januar bis März 2026.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
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