Kinder sollen Social Media in der Schule lernen – Länder beschließen neuen Kurs
- Die Bildungsminister der Länder haben gemeinsame Ziele und Maßnahmen zur Stärkung der Medienkompetenz in der Schule verabschiedet. (Symbolbild)
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München. Kinder und Jugendliche sollen in der Schule stärker lernen, wie sie sicher und kritisch mit sozialen Medien umgehen. Darauf haben sich die Bildungsminister der Länder verständigt. Ziel ist mehr Medienkompetenz und ein besserer Schutz vor negativen Folgen intensiver Social Media Nutzung.
Die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Anna Stolz von der CSU, erklärte in München, Kinder und Jugendliche müssten zu einem reflektierten und sicheren Umgang mit Plattformen wie Instagram oder TikTok befähigt werden. Der Ansatz folge einem Dreiklang aus sensibilisieren, stärken und schützen.
Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Informationen einzuordnen, Risiken zu erkennen und digitale Angebote verantwortungsvoll zu nutzen. Gleichzeitig gehe es darum, sie auf eine digitale Lebenswelt vorzubereiten, die neben Chancen auch Herausforderungen mit sich bringe.
Empfehlungen zu Altersgrenzen erwartet
Parallel läuft in Deutschland eine Debatte über mögliche Altersgrenzen für soziale Netzwerke. Bundesbildungsministerin Karin Prien betonte, die Stärkung der Medienkompetenz sei unabhängig davon notwendig, ob am Ende ein pauschales Verbot für bestimmte Altersgruppen komme oder nicht.
Eine Expertenkommission arbeitet derzeit an konkreten Vorschlägen. Die Ergebnisse mit rund 50 Empfehlungen sollen am 24. Juni vorgestellt werden. Die Vorschläge richten sich nicht nur an Schulen. Auch Eltern, Kitas und medizinische Fachstellen sollen stärker eingebunden werden.
Schulen und Eltern sollen enger zusammenarbeiten
Nach Ansicht der saarländischen Bildungsministerin Christine Streichert Clivot kann Social Media informieren und inspirieren. Gleichzeitig könne es Druck erzeugen oder manipulieren. Deshalb müssten junge Menschen lernen, Inhalte kritisch zu prüfen und selbstbewusst mit digitalen Medien umzugehen.
Auch Nordrhein Westfalens Schulministerin Dorothee Feller betonte die Rolle der Eltern. Programme wie „Kompetent im Netz“ würden weiter ausgebaut. Ohne Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus lasse sich der Umgang mit Social Media, künstlicher Intelligenz und neuen digitalen Entwicklungen kaum vermitteln. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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