Kassenbon aufheben: Wann der Beleg im Alltag wichtig wird

Kassenzettel sammeln sich in vielen Haushalten zuhauf an. | Foto: dpa
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Bonpflicht Kassenbon. Ein Kassenbon kann im Alltag entscheidend sein, etwa bei Reklamationen, Garantiefällen oder der Steuer. Obwohl Kunden den Bon im Laden nicht mitnehmen müssen, lohnt sich das Aufbewahren in bestimmten Situationen.

Seit dem Jahr 2020 gilt in Deutschland die sogenannte Bonpflicht. Händler müssen bei jedem Kauf einen Beleg ausstellen und dem Kunden direkt zur Verfügung stellen. Das gilt beim Bäcker ebenso wie im Kiosk oder im Supermarkt. Kunden sind jedoch nicht verpflichtet, den Bon anzunehmen. Er kann im Geschäft liegen gelassen oder dort entsorgt werden.

Nach Medienberichten erwägt Bundesfinanzminister Lars Klingbeil eine Lockerung für kleine Beträge bis 30 Euro. Aktuell bleibt die Pflicht zur Ausgabe eines Belegs jedoch bestehen.

Kassenbon ist wichtig bei Reklamationen und Garantien

Besonders relevant wird der Kassenzettel, wenn Gewährleistungsrechte geltend gemacht werden sollen. Das betrifft vor allem teurere Geräte oder Produkte, bei denen eine Reparatur kostspielig sein kann. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt zwei Jahre.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb, wichtige Kaufbelege mindestens zwei Jahre aufzubewahren. Dazu zählen unter anderem:

  • Kassenbons und Quittungen
  • Kaufverträge
  • Garantieunterlagen

Auch für Gegenstände, die über eine Hausratversicherung abgesichert sind, können Belege wichtig sein. Sie helfen im Schadensfall, den Wert der gekauften Dinge nachzuweisen.

Auch für die Steuer können Belege nötig sein

Kaufbelege spielen zudem bei der Steuererklärung eine Rolle. Bestimmte Ausgaben lassen sich nur dann geltend machen, wenn ein Nachweis vorliegt. Der Lohnsteuerhilfeverein empfiehlt deshalb, entsprechende Unterlagen nach Abgabe der Steuererklärung mindestens vier Jahre lang aufzubewahren.

Thermobons verblassen mit der Zeit

Viele Kassenzettel werden auf sogenanntem Thermopapier gedruckt. Diese Belege sind leicht glänzend und verblassen im Laufe der Zeit. Die Industrie- und Handelskammern empfehlen deshalb, wichtige Bons zusätzlich zu sichern.

Das kann zum Beispiel durch Einscannen, Kopieren oder ein Foto mit dem Smartphone geschehen. So bleibt der Inhalt auch dann erhalten, wenn der Ausdruck später nicht mehr lesbar ist.

Digitale Kassenbons werden zunehmend genutzt

Statt eines Ausdrucks können Geschäfte auch digitale Belege anbieten. Der Bon wird dann per E-Mail verschickt oder über einen QR-Code auf dem Smartphone angezeigt.

Auch diese Form gilt als vollwertiger Kaufbeleg. Das Umweltbundesamt empfiehlt aus Gründen des Umweltschutzes ausdrücklich, elektronische Belege zu nutzen. Im Alltag bleibt entscheidend, wichtige Nachweise für Garantie, Versicherung oder Steuer mehrere Jahre aufzubewahren. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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