Kabel-TV ohne Vertrag: Für Mieter droht jetzt die Abschaltung
- Dass Mieterinnen und Mieter für die Kabel-TV-Nutzung der vergangene zwei Jahre nachzahlen müssen, ist unwahrscheinlich.
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Kabel-TV ohne Vertrag. Wer bislang ohne eigenen Kabelvertrag fernsieht, muss jetzt damit rechnen, dass der Anschluss in vielen Mietwohnungen bald abgeschaltet wird und in der Regel keine Nachzahlung für die vergangenen zwei Jahre fällig ist.
Seit Dienstag, 1. Juli, gilt das Ende des sogenannten Nebenkostenprivilegs. Bis dahin ließen viele Hausverwaltungen die Kabel-TV-Nutzung über einen Generalvertrag laufen und rechneten die Kosten über die Nebenkosten ab. Trotzdem läuft der Fernsehempfang in manchen Wohnungen noch immer weiter, obwohl kein eigener Vertrag besteht.
Vodafone versucht nach Angaben von Computer Bild seit längerem, betroffene Nutzerinnen und Nutzer per Post zu einem eigenen TV-Vertrag zu bewegen. Kommt nun ein Techniker des Unternehmens in die Wohngegend, kann das ein Hinweis darauf sein, dass die Abschaltung am Kabelkasten bevorsteht. Einen Termin in der Wohnung braucht es dafür nicht.
Nachzahlungen gelten als eher unwahrscheinlich
Dass Mieterinnen und Mieter die bisherige Nutzung nachträglich bezahlen müssen, hält Medienanwalt Christian Solmecke laut Computer Bild für unwahrscheinlich. Da kein Vertrag bestanden habe, könne auch kein Geld gefordert werden. Es handle sich um eine unbestellte Leistung.
Hinzu kommt nach dieser Einordnung, dass Vodafone die tatsächliche Nutzung nachweisen müsste. Das sei ohne Messungen kaum möglich. Schriftliche Bestätigungen zur bisherigen Nutzung könnten in so einem Fall allerdings als Nachweis dienen.
Wer keinen neuen Kabelvertrag abschließen will, muss deshalb vor allem mit einer Abschaltung rechnen, nicht automatisch mit einer Rechnung für die Vergangenheit. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |