Hitzeschutz im Haus: So bleiben Räume auch bei 30 Grad kühler

Wenn die Sonne aufs Fenster trifft, kann sich die Wohnung stark aufheizen. Außenliegender Sonnenschutz und Lüften in den kühlen Stunden helfen, die Hitze draußen zu halten. | Foto: Stephanie Walter
  • Wenn die Sonne aufs Fenster trifft, kann sich die Wohnung stark aufheizen. Außenliegender Sonnenschutz und Lüften in den kühlen Stunden helfen, die Hitze draußen zu halten.
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Hitzeschutz im Gebäude. Mit außenliegendem Sonnenschutz und richtigem Lüften lässt sich verhindern, dass Räume an heißen Tagen von etwa 30 Grad außen auf bis zu 40 Grad innen aufheizen.

Gerade während Hitzewellen verbringen Menschen in Deutschland laut Angaben aus einer aktuellen Mitteilung der ROMA KG, einem Hersteller außenliegender Sonnenschutzsysteme, bis zu 90 Prozent des Tages in geschlossenen Räumen. Umso stärker wirkt sich aus, wie gut Fensterflächen verschattet sind.

Ein anschauliches Beispiel aus der Bauphysik. An einem typischen 30-Grad-Tag können Innenräume mit unverschatteten Fenstern bis auf 40 Grad aufheizen. Werden außenliegende Rollläden oder Raffstoren rechtzeitig geschlossen, kann diese Aufheizung laut den genannten Angaben um rund 10 Grad reduziert werden.

Die wichtigste Faustregel: Hitze gar nicht erst hineinlassen

Der größte Hebel liegt bei den verglasten Flächen. Fenster gelten als wichtigstes Einfallstor für Sommerhitze, weil sich Sonneneinstrahlung im Raum besonders stark bemerkbar macht.

Praktische Regeln, die sich aus den genannten Empfehlungen ableiten:

  • Außenliegenden Sonnenschutz früh morgens schließen, bevor direkte Sonne auf die Fenster trifft.
  • Quer lüften vor allem nachts und am frühen Morgen, wenn die Außenluft spürbar kühler ist.
  • Tagsüber Fenster eher geschlossen halten, wenn die Außenluft warm ist und Sonneneinstrahlung anliegt.
  • Automatische Steuerung über Temperatur- und Lichtsensoren kann den Schutzeffekt erhöhen, weil das Schließen konsequenter zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

Nachrüsten: Was bei Ein- und Zweifamilienhäusern relevant ist

In Deutschland sind laut den Angaben rund sechs von zehn der etwa 19,5 Millionen Wohngebäude nicht ausreichend gegen Sommerhitze geschützt. Besonders häufig betrifft das Ein- und Zweifamilienhäuser.

Für eine Nachrüstung wird in der Mitteilung auf eine staatliche Förderung hingewiesen. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude, kurz BEG, kann es demnach einen Zuschuss von bis zu 20 Prozent geben. Außenliegender Hitzeschutz hat laut den Angaben inzwischen eine Lebensdauer von bis zu 30 Jahren und kann damit auch für den Werterhalt einer Immobilie eine Rolle spielen.

Wer sich tiefer einlesen möchte, findet einen Ratgeber der ROMA KG hier: https://media.roma.de/permalink/UTNIRHF2eGRhYTg5NEsrQjZ4N2YrQUFlb3F5Mmcrakl1cjlDak4yVUx0Zlp1WFRQR2xHYXlNMkRKQlgvYUFzbQ==/

Unterm Strich ist die praktische Konsequenz klar: Entscheidend ist eine konsequente Außenverschattung am Morgen, kombiniert mit Lüften in den kühlen Stunden, weil so die größte Hitze gar nicht erst im Raum landet.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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