Heißer Asphalt: So schützen Halter Hunde, Katzen und Kleintiere

Schutz von Heimtieren vor Hitze, heißem Asphalt und Hitzestress. | Foto: ZZF - Zentralverband der Heimtierbranche e.V., Foto: u2829199669
  • Schutz von Heimtieren vor Hitze, heißem Asphalt und Hitzestress.
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Heißer Asphalt. Mit einfachen Maßnahmen wie kühleren Gassizeiten, Schatten und ständig frischem Wasser lässt sich das Risiko für Hitzestress und verbrannte Pfoten bei Heimtieren deutlich senken.

Spätestens wenn ein Hund auf dem Gehweg nur noch trippelt und die Pfoten abwechselnd anhebt, ist der Boden für empfindliche Ballen oft zu heiß. Auch Katzen, Vögel sowie kleine Säuger können ihre Körpertemperatur nur begrenzt regulieren. Darauf weist der ZZF, Zentralverband der Heimtierbranche e.V., in aktuellen Hitzetipps hin.

Für den Alltag gilt eine einfache Orientierung. Wenn barfuß auf Asphalt nicht gelaufen werden kann, sollte ein Hund dort ebenfalls nicht laufen. Pfoten, die nach dem Spaziergang gerötet oder geschwollen sind, sowie häufiges Lecken oder Humpeln können zu heißen Untergründen passen. Dann ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.

Was bei Hitze im Alltag hilft und wann es kritisch wird

Hunde und Katzen kommen bei hohen Temperaturen schneller an Grenzen, weil sie nicht wie Menschen über die Haut schwitzen. Der ZZF empfiehlt deshalb, Spaziergänge in die frühen Morgen- und späten Abendstunden zu verlegen. Gleichzeitig steigt durch Hecheln der Wasserbedarf, frisches Trinkwasser sollte jederzeit verfügbar sein. Schatten und kühle Liegeplätze sind zentrale Stellschrauben, zusätzlich können Hilfsmittel wie Hundepools, Kühlmatten oder Kühlwesten für Entlastung sorgen.

Warnzeichen, die zu einem raschen tierärztlichen Check passen, sind laut ZZF starkes, anhaltendes Hecheln, Atemnot, Schwanken oder ein apathischer Eindruck.

Für Vögel und Kleintiere ist die Platzierung des Geheges entscheidend. Volieren oder Gehege sollten weder in der prallen Sonne noch direkt vor Fenstern stehen. Ventilatoren oder Klimaanlagen sollten nicht direkt auf die Tiere gerichtet sein. Feuchte Tücher können beim Kühlen helfen, dürfen Gehege aber nicht vollständig abdecken, damit Luft zirkulieren kann und kein Wärmestau entsteht.

Für Vögel bieten sich freiwillige Abkühlmöglichkeiten an. Viele Arten baden gern in einer flachen Schale mit frischem Wasser oder nutzen feuchte Salatblätter und Kräuter zum Abkühlen. Trinkwasser sollte täglich, bei großer Hitze auch mehrmals täglich, erneuert werden. Manche Vögel tolerieren feinen Sprühnebel, der aus Abstand mit einer sauberen Sprühflasche gegeben wird.

Bei Anzeichen wie Atmen mit geöffnetem Schnabel, weit vom Körper abgespreizten Flügeln, Apathie oder Gleichgewichtsproblemen sollte ein Vogel laut der Fachtierärztin Jessica Link möglichst schnell tierärztlich behandelt werden. Bis zum Transport kann langsames Verbringen in eine kühlere Umgebung wie ein kühleres, dunkles Zimmer sinnvoll sein.

Kaninchen und Meerschweinchen reagieren besonders empfindlich auf hohe Temperaturen über etwa 25 Grad. Da auch sie nicht schwitzen, brauchen sie schattige Rückzugsorte und frisches Wasser. Fliesen, Steinplatten oder Keramikhäuschen bleiben oft länger kühl. Kaltes Übergießen ist keine geeignete Maßnahme. Frisches Futter wie Gurke, Zucchini oder Kräuter sollte bei Hitze häufiger kontrolliert und entfernt werden, damit es nicht verdirbt.

Bei Kleinsäugern gelten angestrengtes Atmen, ausgestrecktes Liegen ohne Reaktion, Taumeln oder Krämpfe als medizinischer Notfall. Dann passt eine vorsichtige Verlagerung in einen kühleren Bereich und langsames Kühlen, etwa mit feuchten Tüchern, anschließend sollte tierärztlich untersucht werden.

Als Grundregel für alle Heimtiere nennt der ZZF frisches Wasser, Schatten und gute Luftzirkulation als wichtigste Voraussetzungen, um gut durch heiße Tage zu kommen. Weitere Informationen sind unter https://www.zzf.de/presse/pressemeldungen zu finden.

Autor:

Meike Jakob aus Landau

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