Hecke im Herbst pflanzen: Diese Gehölze wachsen jetzt besonders gut an

Eine heimische Hecke schützt vor neugierigen Blicken und bietet Vögeln Schutz und Nahrung. | Foto: Silas Stein/dpa/dpa-mag
  • Eine heimische Hecke schützt vor neugierigen Blicken und bietet Vögeln Schutz und Nahrung.
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Hecke im Herbst pflanzen. Der Oktober und November sind ideale Monate, um im Garten eine neue Hecke anzulegen. Wer jetzt pflanzt, verschafft vielen Gehölzen einen Vorsprung.

Die Wurzeln können sich in der noch warmen Erde etablieren, während die Pflanze oberirdisch kaum wächst. Im Frühjahr startet die Hecke dann meist kräftiger durch  und wird schneller zum dichten Sichtschutz. Eine naturnahe Hecke bietet Vögeln und Insekten Nahrung, Schutz vor Wind und ein wertvolles Mikroklima im Garten. Besonders heimische, dornige Sträucher sind für Vögel attraktive Rückzugsorte, weil sie Nester zusätzlich vor Katzen schützen können.

Was kann man im Oktober und November pflanzen?

Im Herbst ist Pflanzzeit für viele laubabwerfende, wurzelnackte oder ballierte Heckenpflanzen. Laut mein schöner Garten sind sind heimische Wildsträucher, die Beeren, Hagebutten oder andere Früchte tragen besonders gut geeignet. Dazu zählen etwa:

  • Schlehe
  • Kornelkirsche
  • Hundsrose
  • Weißdorn
  • Schwarzer Holunder
  • Vogelbeere
  • Brombeere

Solche Mischhecken sind optisch abwechslungsreicher als eine einheitliche grüne Wand. Gleichzeitig liefern sie Vögeln im Herbst und Winter Nahrung und bieten mit ihrem dichten Geäst Schutz. Auch klassische Hecken wie Hainbuche oder Liguster können im Herbst gepflanzt werden. Wurzelnackte sommergrüne Arten profitieren besonders davon, denn sie wurzeln bis zum Frühjahr bereits ein.

Wann ist die beste Zeit, eine Hecke zu pflanzen?

Grundsätzlich eignen sich Herbst und Frühjahr. Für sommergrüne Hecken ist der Herbst, meist Oktober und November, solange der Boden nicht gefroren ist, häufig die beste Wahl. Die Pflanzen haben dann ausreichend Zeit, vor dem nächsten Austrieb neue Wurzeln zu bilden.

Bei empfindlichen immergrünen Hecken ist hingegen das Frühjahr oft sicherer. Pflanzen wie Kirschlorbeer, Buchs oder Glanzmispel können bei einer späten Herbstpflanzung Frostschäden bekommen, wenn sie vor dem Winter nicht ausreichend eingewurzelt sind. Containerpflanzen lassen sich zwar grundsätzlich fast ganzjährig setzen. Hitzeperioden und Frosttage sollten dabei aber tabu sein.

Wie tief muss die Erde für eine Hecke sein?

Eine feste Zentimeterzahl gibt es nicht – sie richtet sich nach der Größe des Wurzelballens. Entscheidend ist: Die Pflanze soll genauso tief in die Erde kommen, wie sie zuvor im Topf oder in der Baumschule stand. Die Oberkante des Ballens schließt idealerweise mit der Erdoberfläche ab,

Praktisch ist ein durchgehender Pflanzgraben. Er sollte etwa doppelt so breit sein wie der Wurzelballen. Wichtig ist außerdem, die Sohle des Grabens gründlich aufzulockern. So können die Wurzeln leichter in tiefere Bodenschichten wachsen.  Für eine dichte Hecke setzt man am besten vier bis fünf Pflanzen pro Quadratmeter.

Hecke richtig pflanzen: Darauf kommt es an

Damit die neue Hecke dicht, gesund und langlebig wird, sind diese Schritte wichtig:

  1. Grenzabstand prüfen: Vor dem Pflanzen sollten die örtlichen Vorgaben zum Abstand zum Nachbargrundstück geklärt werden.
  2. Pflanzlinie spannen: Eine Schnur zwischen zwei Stäben sorgt dafür, dass die Hecke gerade verläuft.
  3. Boden vorbereiten: Unkraut entfernen, Erde tief lockern und bei schweren Böden den Pflanzgraben besonders sorgfältig ausheben.
  4. Wurzelballen wässern: Topfpflanzen vor dem Einsetzen so lange in Wasser tauchen, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wurzelnackte Ware sollte ebenfalls mehrere Stunden gewässert werden.
  5. Passenden Abstand wählen: Je nach Art und Größe sind zwei bis fünf Pflanzen je laufendem Meter üblich. Für kleine Pflanzen und eine schnell dichte Hecke kann ein engerer Abstand sinnvoll sein.
  6. Erde verbessern: Den Aushub mit humusreicher Pflanzerde mischen. Das verbessert die Bodenstruktur und unterstützt die Wurzelbildung.
  7. Kräftig angießen: Direkt nach dem Pflanzen großzügig wässern. Ein kleiner Gießrand verhindert, dass das Wasser oberflächlich abläuft.
  8. Mulchen und düngen: Eine drei bis fünf Zentimeter dicke Mulchschicht hält die Feuchtigkeit im Boden. Hornspäne können den Stickstoff ausgleichen, den Mikroorganismen beim Abbau von Rindenmulch benötigen.

Der häufigste Fehler nach dem Pflanzen

Viele Hobbygärtner gießen die neue Hecke nur direkt nach dem Setzen – und vergessen sie dann. Gerade im ersten Jahr ist aber eine zuverlässige Wasserversorgung entscheidend, weil die Wurzeln noch nicht tief genug reichen. Trockenheit kann junge Gehölze schnell schwächen.

Auch ein Pflanzschnitt kann sinnvoll sein: Lange, unverzweigte Triebe werden zurückgenommen, damit die Hecke von unten dichter austreibt. Bei im Herbst gesetzten immergrünen Pflanzen sollte dieser Schnitt jedoch besser bis zum Frühjahr warten, damit mögliche Frostschäden nicht tief in die Pflanze reichen.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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