Gründonnerstagssuppe kochen: Diese Kräuter gehören in die „Grüne Neune“
- Gründonnerstag auf dem Teller: Die «Grüne Neune» verbindet Tradition und Saisonküche – eine Frühlingssuppe mit frischen Kräutern, die sich rund um Ostern draußen finden lassen. (zu dpa: ««Grüne Neune»: Was gehört alles in die Gründonnerstagssuppe?»)
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Gründonnerstagssuppe. Die sogenannte „Grüne Neune“ bringt im Frühjahr frische Wildkräuter auf den Teller und gilt in vielen Regionen als klassische Suppe für den Donnerstag vor Ostern. Traditionell kommen mehrere frische Kräuter in den Topf, die gerade in der Natur wachsen.
Der Name hat nichts mit dem Ausruf „Ach du grüne Neune“ zu tun. Gemeint ist eine Frühlingssuppe aus verschiedenen Kräutern. Sie wird vielerorts als vegetarische Gründonnerstagssuppe zubereitet. «Die Kräutersuppe heißt so, weil sie einfach so wunderbar den Frühling auf unseren Tellern landen lässt. Es sprießt ja gerade alles so frisch und grün in der Natur und das wird in der Suppe auch verarbeitet», erklärt Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern.
Historiker führen den Namen auch auf alte Frühlingsbräuche zurück. «Die haben festgestellt, dass die Germanen und Kelten während ihres Frühlingsfestes auch immer Kräuter zu einem Gericht verarbeitet hatten - und die Neun war damals als Zahl eine ganz magische und deshalb die «Grüne Neune»».
Diese Kräuter landen traditionell in der „Grünen Neune“
Der Überlieferung nach enthält die Suppe neun verschiedene Wildkräuter. Das frische Grün galt früher als stärkend nach dem Winter und sollte den Körper reinigen und vor Krankheiten schützen. In christlicher Tradition werden die leicht bitteren Kräuter außerdem mit dem Leiden Christi in Verbindung gebracht.
Welche Pflanzen tatsächlich verwendet werden, hängt stark von Region, Wetter und Vegetation rund um Ostern ab. Häufig landen zum Beispiel folgende Kräuter in der Suppe:
- Brennnessel
- Giersch
- Spitzwegerich
- Löwenzahn
- Vogelmiere
- Taubnessel
- Gänseblümchen
- Petersilie
- Wegerich
Auch andere Wildkräuter passen gut in die Frühlingssuppe. Dazu zählen etwa Sauerampfer, Schafgarbe, Kerbel, Scharbockskraut, Brunnenkresse, Gundelrebe oder Bärlauch.
«Alle Kräuter bringen einen schönen frischen Geschmack in die Suppe und natürlich auch Vitamine, Mineralstoffe und die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Gerade nach der deftigen Winterküche ist diese leichte Kräutersuppe richtig gut für den Stoffwechsel», sagt Daniela Krehl.
Auch Küchenkräuter eignen sich für die Frühlingssuppe
Wer keine Wildkräuter sammeln möchte, kann die Suppe auch mit frischen Kräutern aus dem Supermarkt zubereiten. Geeignet sind unter anderem:
- Petersilie
- Schnittlauch
- Kerbel
- Dill
- Basilikum
- Majoran
- Kresse
Damit Geschmack und Nährstoffe erhalten bleiben, empfiehlt es sich, einen Teil der Kräuter erst kurz vor dem Servieren in die Suppe zu geben.
Für eine einfache Zubereitung werden zwei bis drei Handvoll gemischte Kräuter mit Zwiebel und Knoblauch fein geschnitten und in Butter, Margarine oder Olivenöl einige Minuten angedünstet. Anschließend wird etwa ein halber Liter Gemüsebrühe zugegeben. Wer eine cremigere Konsistenz möchte, kann etwas Mehl für eine leichte Mehlschwitze verwenden oder einen Teil der Brühe durch Sahne oder Hafercuisine ersetzen.
Zum Schluss lässt sich die Suppe pürieren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Gänseblümchenblüten oder kleine Kräuterblätter eignen sich als Dekoration.
Die traditionelle „Grüne Neune“ zeigt damit vor allem eines. Viele essbare Wildkräuter wachsen bereits im frühen Frühjahr und lassen sich unkompliziert zu einer aromatischen Frühlingssuppe kombinieren. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |