Geely Starray und E5: Günstige SUV im Check

Doppelpack an Bord: Der Geely Starray kombiniert Verbrenner und eine E-Maschine für den Vortrieb. | Foto: dpa
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Geely Starray und E5. Geely startet in Deutschland mit zwei SUV, die vor allem über den Preis, viel Ausstattung und lange Garantien interessant sind. Für den Alltag heißt das: viel Auto für vergleichsweise wenig Geld, aber auch die übliche Abwägung zwischen soliden Daten und einigen Schwächen bei der Bedienung.

Der chinesische Konzern ist in Europa längst präsent, etwa über Volvo, Smart, Polestar, Lotus oder Lynk & Co. Nun tritt Geely auch unter eigenem Namen an und positioniert sich als günstige Marke gegen Modelle von Volkswagen, Opel, Toyota, Hyundai und Kia. Geplant ist, das Angebot bis 2028 von kleinen Autos bis zum großen SUV auf knapp ein Dutzend Baureihen auszubauen.

Der Starray soll mit Preis und Reichweite punkten

Die größten Hoffnungen ruhen auf dem Geely Starray. Das 4,74 Meter lange SUV startet bei 32.990 Euro und fährt ausschließlich als Plug-in-Hybrid. Gegenüber Konkurrenten wie VW Tiguan, Kia Sportage oder Toyota RAV4 ist das vor allem über den Einstiegspreis interessant.

Der Antrieb kombiniert einen 1,5-Liter-Benziner mit einem Elektromotor und bringt bis zu 193 Kilowatt oder 262 PS an die Vorderachse. Zwei Akkugrößen stehen zur Wahl. Mit 18,4 Kilowattstunden sind bis zu 83 Kilometer elektrisch möglich. Mit 29,8 Kilowattstunden steigt die Norm-Reichweite auf bis zu 136 Kilometer. Geladen wird am Schnelllader mit bis zu 78 Kilowatt. Der Normverbrauch liegt im besten Fall bei 1,5 Litern je 100 Kilometer.

Der E5 ist die vollelektrische Alternative

Wer komplett elektrisch fahren will, findet im Geely E5 das zweite Startmodell. Das SUV ist 4,62 Meter lang, kostet ab 37.990 Euro und tritt gegen Fahrzeuge wie VW ID.4, Kia EV5 oder Toyota C-HR+ an.

Es gibt 160 Kilowatt oder 218 PS mit Frontantrieb. Das Basismodell nutzt einen Akku mit 60,2 Kilowattstunden, kommt auf 430 Kilometer Norm-Reichweite und lädt mit bis zu 120 Kilowatt. Für 2.000 Euro mehr gibt es 68,4 Kilowattstunden, bis zu 475 Kilometer Reichweite und bis zu 135 Kilowatt Ladeleistung.

Viel Komfort, aber Assistenten nerven im Alltag

Bei der Ausstattung zeigen sich beide Modelle großzügig. Je nach Version gibt es unter anderem Sitzklimatisierung, Massagefunktion, Panoramadach und Head-up-Display. Materialauswahl und Verarbeitung wirken solide, das Cockpit mit schmalem Fahrerdisplay und großem Zentralbildschirm modern.

Im Alltag hilfreich ist, dass Geely neben dem Touchscreen noch klassische Tasten für wichtige Funktionen verbaut. Das erleichtert die Bedienung. Weniger überzeugend sind die vielen Assistenzsysteme. Sie greifen teils sehr nervös ein und machen sich mit häufigem Gepiepse bemerkbar.

Auf der Straße überraschend ausgewogen

Beim Fahrverhalten wirken Starray und E5 europäischer als viele andere China-Modelle. Beide bieten hohen Komfort und zugleich eine vergleichsweise präzise Rückmeldung. Im Sportmodus reagieren Fahrpedal und Lenkung direkter. Entwickelt wurde das Fahrwerks-Set-up unter anderem im europäischen Entwicklungszentrum in Raunheim.

Auch bei Platz und Nutzwert passen die Modelle zum Familienalltag. Im Fond sitzen Erwachsene bequem. Der elektrische E5 nutzt seine Plattform besser aus und bietet unter dem 461 Liter großen Kofferraum ein zusätzliches Staufach mit mehr als 100 Litern sowie zwei Schubladen unter der Rückbank. Einen Frunk gibt es allerdings nicht. Der Starray kommt auf 528 Liter Kofferraumvolumen, ebenfalls ohne zusätzlichen Stauraum unter der Fronthaube.

Unterm Strich zählt vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis

Starray und E5 setzen keine neuen Maßstäbe bei Technik oder Design. Für Käufer, die vor allem auf Preis, Ausstattung, Garantie und viel Platz achten, können beide Modelle trotzdem eine interessante Alternative zu etablierten Marken sein. Genau darin liegt derzeit die größte Stärke von Geely auf dem deutschen Markt. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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