Fledermäuse schützen: Kippfenster im Spätsommer meiden

Fledermaus in der Abenddämmerung: Im Spätsommer verirren sich Jungtiere bei der Quartiersuche auch mal in Wohnungen oder offene Gefäße. | Foto: Marcus Brandt/dpa/dpa-mag
  • Fledermaus in der Abenddämmerung: Im Spätsommer verirren sich Jungtiere bei der Quartiersuche auch mal in Wohnungen oder offene Gefäße.
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Fledermäuse schützen. Gekippte Fenster und offene Gefäße können im Spätsommer für Fledermäuse zur Falle werden, mit einfachen Vorsichtsmaßnahmen lässt sich das Risiko im Alltag deutlich verringern.

Vor allem im August und September erkunden junge Tiere ihre Umgebung und suchen nach einem Quartier. Dabei verirren sich manche Fledermäuse in Wohnungen, oft durch gekippte Fenster, wie der Nabu Hamburg erklärt.

Zum Problem wird dann meist der Rückweg. Auch leere Blumentöpfe, Gießkannen oder andere Gefäße mit glatter Innenwand können zur Falle werden, weil die Tiere aus eigener Kraft häufig nicht wieder herauskommen.

So lassen sich typische Fallen im Haushalt vermeiden

Bei längerer Abwesenheit kann es sinnvoll sein, Fenster geschlossen zu halten oder mit einem Fliegengitter zu sichern. Blumentöpfe, Gießkannen und andere Gefäße sollten nach Nabu-Angaben abgedeckt, umgedreht oder regelmäßig kontrolliert werden.

Auch offene Regentonnen und andere Wasserbehälter sind für Fledermäuse riskant. Der Verband empfiehlt, solche Behälter abzudecken oder mit einer einfachen Ausstiegshilfe auszustatten.

  • Ein schräg ins Wasser ragender Ast kann Halt geben.
  • Auch ein Stein oder ein kleines Stück Holz kann das Herauskommen erleichtern.

In der Wohnung hilft oft ein weit geöffnetes Fenster

Hat sich eine Fledermaus in einen Raum verirrt, findet sie nach Sonnenuntergang oft selbst wieder hinaus, wenn das Fenster weit geöffnet wird. In den folgenden Nächten sollte das Fenster möglichst nicht gekippt werden, weil ortstreue Tiere zurückkehren können.

Wichtig ist auch ein genauer Blick in den Raum. Eingesperrte Fledermäuse rufen mitunter ihre Artgenossen, die ebenfalls einfliegen können. Verstecke finden sich zum Beispiel hinter Möbeln oder in offenen Gefäßen.

Wer ein verletztes Tier findet oder unsicher ist, ob Fledermäuse schon länger in der Wohnung waren, kann das Nabu-Fledermaus-Nottelefon unter 0700 35 33 37 62 anrufen. In den Sommermonaten kann es dabei zu Wartezeiten kommen. So geht es vor allem darum, Kippfenster, offene Gefäße und Wasserbehälter im Spätsommer im Blick zu behalten. dpa/red

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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