Fenster putzen mit Hausmitteln: So werden Scheiben streifenfrei sauber
- Zum Fenster putzen muss man nicht unbedingt Spezialreiniger verwenden. Auch Hausmittel bekommen die Scheiben schlierenfrei sauber.
- Foto: brizmaker/stock.adobe.com
- hochgeladen von Sarah Isele
Fenster putzen mit Hausmitteln. Fenster putzen gehört selten zu den Lieblingsaufgaben im Haushalt. Vor allem dann nicht, wenn nach der Mühe noch Schlieren auf der Scheibe bleiben. Mit ein paar einfachen Hausmitteln, der richtigen Mischung im Putzwasser und einer guten Technik lassen sich Fenster aber schnell wieder glasklar sauber bekommen.
Fensterscheiben sammeln im Alltag einiges an. Staub, Pollen, Regenflecken, Kalk, Fingerabdrücke und manchmal auch Fettfilme. Genau deshalb kommt es nicht nur auf das passende Hausmittel an, sondern auch auf den richtigen Zeitpunkt, sparsam dosierte Zusätze im Wasser und ein sauberes, fusselfreies Tuch zum Trocknen.
Wie kann man Fenster schlierenfrei putzen?
Schlieren entstehen oft nicht, weil zu wenig geputzt wurde, sondern weil das Wasser zu schnell trocknet, zu viel Reinigungsmittel verwendet wird oder schmutziges Putzwasser auf der Scheibe landet. Am besten eignet sich, laut Kärcher, ein trockener, eher grauer Tag ohne direkte Sonneneinstrahlung, denn bei Sonne oder großer Hitze trocknet die Flüssigkeit zu schnell und hinterlässt Streifen. Auch Weichspüler in Putztüchern kann Schlieren begünstigen, ebenso zu langes Warten beim Trocknen.
Für ein streifenfreies Ergebnis hilft eine einfache Reihenfolge: zuerst Rahmen und Fensterbank säubern, dann die Scheibe mit reichlich Putzlösung benetzen, den Schmutz mit Schwamm oder Tuch lösen und die Flüssigkeit anschließend mit einem Abzieher von oben nach unten oder in gleichmäßigen Bewegungen abziehen. Danach werden die Ränder und letzte Wassertropfen mit einem fusselfreien Mikrofasertuch, Geschirrtuch oder Fensterleder entfernt.
So werden Fenster schlierenfrei sauber
- Den richtigen Zeitpunkt wählen
Fenster sollten möglichst nicht bei direkter Sonne oder großer Hitze geputzt werden. Dann trocknet das Wasser zu schnell und es entstehen leicht Streifen. - Rahmen und Fensterbank zuerst reinigen
Bevor die Scheibe dran ist, werden Rahmen, Falze und Fensterbank von Staub und Schmutz befreit. So landet kein loser Dreck später wieder auf dem Glas. - Putzwasser richtig mischen
In lauwarmes Wasser kommt nur wenig Reinigungsmittel, zum Beispiel ein kleiner Spritzer Spülmittel oder etwas Essig. Zu viel davon kann Schlieren hinterlassen. - Scheibe gründlich anfeuchten
Die Glasfläche wird mit Schwamm oder Tuch gleichmäßig nass gemacht. Das löst Schmutz besser und verhindert, dass trocken über die Scheibe gerieben wird. - Schmutz mit sanften Bewegungen lösen
Verschmutzungen werden ohne starken Druck mit einem weichen Tuch oder Schwamm entfernt. Bei hartnäckigen Flecken kann die Stelle kurz eingeweicht werden. - Wasser mit dem Abzieher abziehen
Anschließend wird die Scheibe mit einem Gummiabzieher von oben nach unten oder in gleichmäßigen Bahnen abgezogen. Nach jeder Bahn sollte die Gummilippe kurz abgewischt werden. - Ränder und Tropfen nachtrocknen
Die Fensterkanten und letzte Wassertropfen werden mit einem fusselfreien Tuch, Mikrofasertuch oder Fensterleder trocken gerieben. Gerade dort bleiben oft Schlieren zurück. - Bei Bedarf nachpolieren
Falls noch feine Streifen sichtbar sind, hilft ein sauberes, trockenes Tuch zum Nachpolieren. Wichtig ist, dass das Tuch keine Fusseln und keine Weichspülerrückstände hat.
Was gibt man ins Wasser zum Fensterputzen?
In vielen Fällen reicht schon klares Wasser, vor allem bei leichten Verschmutzungen. Wenn sich aber Kalk, Fett oder festgesetzter Schmutz auf dem Glas gesammelt haben, kann das Putzwasser mit einfachen Zusätzen wirksamer gemacht werden. Utopia nennt dabei Essig oder Essigessenz, Zitronensaft beziehungsweise Zitronensäure, ein kleiner Spritzer Spülmittel und ein Schuss Spiritus oder Alkohol. Auch schwarzer Tee mit Zitronensaft wird als Mischung empfohlen, weil die Gerbstoffe Fett und Nikotin lösen können und die Säure gegen Kalk wirkt.
Bewährt ist zum Beispiel eine Mischung aus warmem oder heißem Wasser mit wenig Spülmittel und Essig. Smarticular nennt dafür 5 Liter heißes Wasser, eine Tasse Tafelessig oder 3 Esslöffel Essigessenz sowie einen kleinen Spritzer Bio-Spülmittel ohne rückfettende Bestandteile. Kärcher empfiehlt unter anderem 1 Tasse Essigessenz auf 1 Liter Wasser, 2 bis 3 Esslöffel Zitronensäurepulver auf 1 Liter Wasser oder lauwarmes Wasser mit einem Spritzer Geschirrspülmittel ohne Balsam. Entscheidend bleibt dabei immer: lieber wenig als zu viel Zusatz ins Wasser geben, damit keine neuen Schlieren entstehen.
Welche Hausmittel kann man zum Fensterputzen benutzen?
Für saubere Fenster braucht es nicht zwingend Spezialreiniger. Mehrere bewährte Hausmittel reichen meist völlig aus, um Glasflächen wieder klar zu bekommen:
- Essig oder Essigessenz
- Zitronensaft oder Zitronensäure
- Spülmittel in sehr kleiner Menge
- Spiritus oder Alkohol
- schwarzer Tee mit Zitronensaft
- bei starken Verschmutzungen auch Salmiakgeist
- Zeitungspapier oder alte Strumpfhosen zum Nachpolieren
Diese Hausmittel wirken je nach Verschmutzung etwas unterschiedlich. Essig, Zitronensaft und Zitronensäure helfen vor allem gegen Kalk und Wasserflecken. Spülmittel und Alkohol lösen Fettfilme und alltäglichen Schmutz. Schwarzer Tee ist vor allem bei Fett und Nikotin ein klassischer Tipp. Zum Trocknen und Polieren eignen sich Abzieher, Mikrofasertücher, fusselfreie Baumwolltücher oder notfalls auch Zeitungspapier, wobei ein sauberes, trockenes Tuch meist das sicherste Finish für streifenfreien Glanz liefert.
Wie bekommt man seine Fenster wieder glasklar sauber?
Glasklar sauber werden Fenster vor allem dann, wenn nicht nur die Scheibe schnell abgewischt, sondern der Schmutz systematisch entfernt wird. Zuerst sollte loser Dreck an Rahmen, Fensterbank und eventuell an Jalousien entfernt werden, damit nichts später wieder auf die nasse Scheibe gerät. Danach wird die Glasfläche großzügig mit der Reinigungslösung befeuchtet. Das ist wichtig, weil Schmutz und Kalk nur dann richtig gelöst werden und der Abzieher sauber über die Oberfläche gleiten kann.
Wenn die Scheibe stark verschmutzt ist, hilft oft ein zweiter Durchgang oder frisches Putzwasser, statt mit derselben schmutzigen Brühe weiterzuarbeiten. Für den letzten Glanz sorgt das gründliche Trocknen: erst die Fläche abziehen oder abwischen, dann die Ränder nachpolieren. Bleiben trotzdem Streifen zurück, liegen häufig noch Reinigungsmittelrückstände oder feine Schmutzpartikel auf dem Glas. In diesem Fall hilft es, mit klarem Wasser oder einem sauberen Tuch noch einmal nachzuarbeiten, bis die Oberfläche wirklich frei von Rückständen ist.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.