Großbrand in Wellesweiler: Gewaltige Rauchwolke über dem Saarland – Bevölkerung gewarnt
- Die riesige Rauchsäule ist kilometerweit sichtbar und sorgt weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen
- Foto: Daniel Heintz
- hochgeladen von Ralf Vester
Saarland. Ein gewaltiger Großbrand hält seit Mittwochnachmittag (29. Juli) die Einsatzkräfte im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler in Atem. Auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens in der Straße „Im Langental“ steht eine Lagerhalle lichterloh in Flammen. Die riesige Rauchsäule ist kilometerweit sichtbar und sorgt weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufsehen.
Nach Angaben der Polizei handelt es sich um die Halle eines spezialisierten Entsorgungsbetriebs. Die Feuerwehr kämpft mit einem Großaufgebot gegen das Feuer. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Katastrophenschutz und weiteren Hilfsorganisationen sind vor Ort.
Immer wieder Explosionen in der brennenden Halle
Die Löscharbeiten werden durch wiederkehrende Explosionen erschwert. Nach ersten Erkenntnissen könnten diese von Spraydosen ausgehen, die sich aufgrund der enormen Hitze entzünden oder bersten. Augenzeugen berichten von mehreren lauten Detonationen, während Flammen aus der Halle schlagen.
Das betroffene Unternehmen ist auf die Verwertung von Aerosol- und PUR-Schaumdosen spezialisiert. Dort werden unter anderem nicht verkaufsfähige oder teilentleerte Spraydosen fachgerecht verarbeitet. Ob sich zum Zeitpunkt des Brandausbruchs entsprechende Materialien in der betroffenen Halle befanden, ist derzeit noch unklar.
Warnung an die Bevölkerung
Wegen der massiven Rauchentwicklung wurde eine Warnung für die Bevölkerung herausgegeben. Anwohner in Wellesweiler werden dringend aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten. Zudem sollte das Einsatzgebiet weiträumig gemieden werden. Die dunkle Rauchwolke ist unter anderem aus Neunkirchen, Homburg, St. Ingbert und sogar aus Saarbrücken deutlich zu erkennen.
Ursache noch völlig unklar
Wie das Feuer entstehen konnte, ist bislang nicht bekannt. Ebenfalls unklar ist derzeit, ob sich beim Ausbruch des Brandes Personen in der Halle aufhielten oder ob es Verletzte gegeben hat. Die Feuerwehr setzt ihre Löscharbeiten unter schwierigen Bedingungen fort, während die Ermittlungen zur Brandursache erst nach Abschluss des Einsatzes beginnen können. [rav]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |
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