Fahrrad vor Diebstahl schützen: Zwei Schlösser senken Risiko

Anschluss gesucht - und gefunden: Wer sein Fahrrad an festen Objekten anschließt, macht es Dieben deutlich schwerer. | Foto: dpa
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Fahrrad vor Diebstahl schützen. Zwei unterschiedliche Schlösser und ein fester Abstellplatz können das Risiko deutlich senken, dass ein Fahrrad gestohlen wird. Gerade hochwertige Räder geraten häufig ins Visier von Dieben. Ein paar einfache Maßnahmen machen den Diebstahl deutlich aufwendiger.

Zwar wurden zuletzt weniger versicherte Fahrräder gestohlen als im Jahr zuvor. Der Schaden bleibt dennoch hoch. Nach Zahlen des Gesamtverbandes der Versicherer zahlten Hausratversicherer im Schnitt rund 1.270 Euro pro reguliertem Diebstahl. Bei etwa 115.000 Fällen summiert sich das auf rund 150 Millionen Euro.

Besonders E-Bikes und hochwertige Sporträder sind beliebte Ziele. Aber auch einfache Alltagsräder können betroffen sein. Der Auto Club Europa (ACE) erklärt, welche Sicherung im Alltag sinnvoll ist.

Zwei unterschiedliche Schlösser erhöhen den Schutz

Fahrradschlösser gibt es in mehreren Bauformen:

  • Kabelschlösser
  • Bügelschlösser
  • Kettenschlösser
  • Faltschlösser

Kabelschlösser bieten laut ACE meist nur einen geringen Schutz. Bügel-, Ketten- oder Faltschlösser gelten in Tests als deutlich stabiler. Orientierung geben außerdem die Sicherheitsklassen der Hersteller.

Um Dieben die Arbeit zu erschweren, empfiehlt sich eine Kombination aus zwei verschiedenen Schlossarten. Hintergrund ist, dass viele Täter auf bestimmte Schlösser spezialisiert sind. Unterschiedliche Systeme erhöhen deshalb den Aufwand.

Rahmen immer an festen Gegenständen sichern

Auch der Abstellort spielt eine Rolle. Belebte und gut beleuchtete Plätze verringern das Risiko eines Diebstahls. Wichtig ist außerdem, das Fahrrad immer an einem festen Objekt zu befestigen.

Geeignet sind zum Beispiel fest montierte Fahrradständer, stabile Zäune, Straßenlaternen oder massive Bäume, sofern keine Verbote vor Ort gelten. Ohne feste Verbindung kann selbst ein gutes Schloss wenig helfen, weil das Rad sonst einfach weggetragen werden kann.

Beim Anschließen sollte das Schloss immer um den Rahmen gelegt werden. Vorder- und Hinterräder lassen sich bei vielen Fahrrädern relativ leicht abschrauben.

Fahrradpass und Fotos helfen nach einem Diebstahl

Trotz Vorsichtsmaßnahmen kann ein Fahrrad verschwinden. In solchen Fällen erleichtert eine Dokumentation die Identifizierung. Ein Fahrradpass enthält wichtige Daten wie:

  • Hersteller
  • Modell
  • Rahmennummer

Zusätzlich können Fotos mit individuellen Merkmalen helfen, ein gestohlenes Rad später zuzuordnen. Auch Kaufbelege sollten aufbewahrt werden.

Fahrradhändler stellen solche Pässe häufig bereit. Zusätzlich bieten viele Polizeidienststellen eine Codierung an. Dabei werden Aufkleber oder Gravuren am Fahrrad angebracht und in einer Datenbank registriert.

Auch versteckte GPS-Tracker können helfen, ein gestohlenes Fahrrad später zu orten.

Versicherungsschutz genau prüfen

Ein Blick in die eigene Hausratversicherung kann sich ebenfalls lohnen. Manche Tarife ersetzen im Schadensfall nur den Zeitwert des Fahrrads. Dieser kann bereits nach kurzer Zeit deutlich unter dem ursprünglichen Kaufpreis liegen.

Bei teuren Fahrrädern kommen deshalb spezielle Fahrrad- oder Kaskoversicherungen infrage. Einige Tarife decken zusätzlich Serviceleistungen, Reparaturen oder Vandalismusschäden ab. Die Beiträge liegen jedoch häufig bei mehr als 100 Euro pro Jahr.

Im Alltag bleibt deshalb eine einfache Regel entscheidend: Wer das Fahrrad mit zwei verschiedenen Schlössern an einem festen Gegenstand sichert, erhöht die Hürde für Diebe deutlich. dpa/red

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Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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