Fahrrad fit für den Frühling? Worauf jetzt jeder achten sollte

Das Überprüfen der Fahrradreifen gehört beim Frühjahrscheck dazu | Foto: dpa
  • Das Überprüfen der Fahrradreifen gehört beim Frühjahrscheck dazu
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Fahrradpflege im Frühjahr. Nachdem der Drahtesel den gesamten Winter über stillstand gilt es im Frühjahr diesen wieder fit zu machen. Damit man sorglos und mit mehr Sicherheit in die neue Saison starten kann gibt es einige Punkte, die man unbedingt beachten sollte.

Laut Bundesministerium für Verkehr gibt es in rund 80 Prozent der deutschen Haushalte mindestens ein Fahrrad. Durch die steigenden Benzin-Preise ist es auch auffällig, dass immer mehr Menschen ihre täglichen Strecken auf dem Rad zurücklegen. Besonders dann ist es wichtig, dass man nach dem langen Winter sein Fahrrad wartet, reinigt und pflegt. Dazu gibt es eine einfache Liste, die man abarbeiten kann.

Wie mache ich mein Fahrrad frühlingsfit?

Den Drahtesel frühlingsfit zu machen ist gar nicht so schwer. Der erste Punkt besteht sogar darin, sich das Gefährt einmal gründlich anzusehen. Zunächst reicht es , das Fahrrad vom Winterschmutz zu befreien, denn so lassen sich Verformungen an Rahmen, der Gabel und Felgenflanken gut erkennen. Auch Lenker, Vorbau, Sattelstütze und Sattel sollten begutachtet werden.

Besonderes Augenmerk sollte beim Frühjahrscheck auf den Bremsen liegen, denn hier können Defekte extrem gefährlich werden. Laut ADAC sollten Vorder- und Hinterradbremse gleichmäßig funktionieren und die Bremshebel müssen leichtgängig sein.

Beim Reinigen und Ölen des Fahrrads fallen schnell Abfälle an. Kettenöl, Spraydosen oder kaputte Schläuche gehören jedoch nicht automatisch in den Gelben Sack. Entscheidend ist, welche Reste noch enthalten sind. Darüber hinaus sollte man noch:

  • Beleuchtung kontrollieren
  • Seitliche Sichtbarkeit durch Reflektoren sicherstellen
  • Klingel testen
  • Schaltung testen
  • Kette und bewegliche Teile schmieren
  • Reifen prüfen

Was muss am Fahrrad geölt werden?

Nach dem Winter sollten unbedingt die Fahrradkette und weitere bewegliche Teile geölt werden. Dazu verwendet man am besten säurefreies Öl und tropft dieses in alle Gelenke. Auch die Reifen sind sehr wichtig. Die Mäntel dürfen weder zu abgefahren noch zu spröde sein. Darüber hinaus gilt: Reifendruck kontrollieren und aufpumpen. So wird das Fahrradfahren kräftesparender und sicherer.

Wer die Fahrradkette ölt, stellt das Rad am besten draußen auf eine Unterlage, etwa auf Karton. So lässt sich vermeiden, dass Öl in den Boden oder ins Grundwasser gelangt. Klassisches Kettenöl basiert meist auf Mineralöl. Reste gelten daher nach Angaben der Initiative Mülltrennung wirkt als Sondermüll.

Wohin mit dem Müll aus der Fahrradpflege?

Wer sein Fahrrad nach dem Winter reinigt, ölt und wieder fit für die Saison macht, produziert dabei oft auch verschiedene Abfälle. Doch nicht alles darf einfach in der haushaltsüblichen Mülltonne entsorgt werden. Entscheidend ist vor allem, ob Pflegeprodukte oder Verpackungen noch Rückstände enthalten. Gerade bei Öl, Reinigern oder Sprays ist Vorsicht geboten.

Kettenöl, Kettenreiniger, Spraydosen und andere Pflegeprodukte gehören nicht automatisch in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Sind die Behälter nicht vollständig leer, müssen sie in der Regel zur Schadstoffsammlung gebracht werden. Der Grund: Häufig enthalten sie umweltgefährdende oder leicht entzündliche Stoffe, die bei einer falschen Entsorgung Probleme verursachen können.

Wie entsorge ich alte Lappen und Fahrradschläuche?

Etwas unkomplizierter ist die Entsorgung von ölverschmutzten Tüchern, Lappen oder Schwämmen. Diese dürfen in den meisten Fällen in den Restmüll. Empfehlenswert ist es jedoch, sie vorher gut trocknen zu lassen, damit keine Flüssigkeiten austreten. So lässt sich der Abfall sicherer entsorgen.

Kaputte Fahrradschläuche und stark abgenutzte Reifen gehören grundsätzlich ebenfalls in den Restmüll. Teilweise bieten Fahrradhändler oder spezielle Sammelstellen aber auch Rückgabe- oder Recyclingprogramme an. Wer eine solche Möglichkeit nutzen kann, entsorgt die Materialien oft noch nachhaltiger.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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