Echten Bergkäse erkennen: Dieses Siegel zeigt Alm-Herkunft
- Wer Wert darauf legt, dass der Bergkäse auch tatsächlich von einer Alm kommt, sollte auf das EU-Siegel «geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)» achten.
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Bergkäse erkennen. Wer beim Einkauf echten Käse von der Alm sucht, sollte vor allem auf ein bestimmtes EU-Siegel achten. Denn der Name „Bergkäse“ allein sagt nichts darüber aus, ob der Käse tatsächlich im Gebirge hergestellt wurde.
Viele Verbraucher verbinden Bergkäse mit Kühen auf Almwiesen und traditioneller Herstellung im Hochgebirge. Nach deutscher Käseverordnung ist das jedoch nicht vorgeschrieben. Der Begriff beschreibt in erster Linie bestimmte Eigenschaften des Käses. Wo die Milch produziert oder der Käse hergestellt wurde, ist dabei nicht festgelegt.
Festgelegt sind lediglich typische Merkmale, die Bergkäse erfüllen muss:
- Die Reifezeit beträgt mindestens drei Monate.
- Der Käse hat eine mattgelbe Farbe.
- Die Löcher sind selten und höchstens erbsengroß.
- Der Fettgehalt liegt bei mindestens 45 Prozent in der Trockenmasse.
- Der Geschmack gilt als pikant und kräftig.
EU-Siegel garantiert Herkunft aus der Region
Wer sicherstellen möchte, dass der Käse tatsächlich aus einer Bergregion stammt, sollte auf das EU-Siegel „geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.)“ achten. „Dieses Siegel garantiert, dass der Käse ausschließlich in der genannten Region und aus dort erzeugter Milch hergestellt wird“, erklärt Katharina Holthausen, Ernährungsexpertin bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Das Siegel findet sich zum Beispiel auf Allgäuer Bergkäse und Allgäuer Sennalpkäse. Auch einige österreichische Sorten tragen diese Herkunftskennzeichnung, darunter Tiroler Alm- und Bergkäse sowie Vorarlberger Alpkäse.
Lange Reife sorgt für viel Calcium und wenig Laktose
Unabhängig von der Herkunft bringt Bergkäse einige ernährungsphysiologische Vorteile mit. Durch die lange Reifezeit enthält er laut Verbraucherzentrale besonders viel Calcium. Der Grund ist der hohe Anteil an Trockenmasse, der während der Reifung entsteht.
Zugleich ist lange gereifter Hartkäse häufig auch für Menschen mit Laktoseintoleranz gut verträglich. Während der Reifung wird die enthaltene Laktose nahezu vollständig abgebaut, erklärt Holthausen.
In der Küche schmilzt vor allem jüngerer Bergkäse gut und eignet sich daher besonders zum Überbacken. Für den Einkauf bleibt entscheidend. Wer Wert auf echte Almherkunft legt, findet sie meist nur bei Sorten mit geschützter Ursprungsbezeichnung. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |