Diese Raupe kann heftigen Juckreiz auslösen – worauf Spaziergänger jetzt achten müssen
- Schädling, der auch Menschen und Tieren schaden kann: Eichenprozessionsspinner-Befall an einer Eiche.
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Eichenprozessionsspinner meiden. Sie sieht harmlos aus, kann aber richtig unangenehm werden: Mit dem Frühjahr beginnt vielerorts wieder die Saison des Eichenprozessionsspinners. Experten und Behörden warnen dann vor den feinen Brennhaaren der Raupen, die bei Menschen teils heftige Beschwerden auslösen können.
Das Problem sind nicht die Tiere selbst, sondern ihre winzigen Härchen. Wie die Verbraucherzentrale NRW informiert, enthalten diese das Nesselgift Thaumetopoein und können bei Kontakt zu starkem Juckreiz, Hautrötungen, Quaddeln und Entzündungen führen. Auch gereizte Augen, Husten, Halsschmerzen und sogar asthmaähnliche Beschwerden sind möglich.
Besonders tückisch: Die Brennhaare brechen leicht ab und werden vom Wind weitergetragen. Dadurch kann selbst die Nähe zu alten Nestern oder belasteten Bereichen am Boden noch zum Risiko werden. Die Haare bleiben teils lange in der Umgebung und können sogar noch nach Jahren Beschwerden verursachen.
Schon gewusst?
Die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können noch jahrelang in alten Nestern oder in der Umgebung aktiv bleiben und weiterhin Beschwerden auslösen. Selbst wenn die Raupen also längst weg sind, kann der Bereich noch riskant sein.
Raupen sitzen häufig auf Eichen an Wegen und in Parks
Der Eichenprozessionsspinner sitzt vor allem auf Eichen. Typisch ist, dass sich die Raupen in langen Reihen fortbewegen – daher auch ihr auffälliger Name.
Befallene Bäume stehen häufig nicht irgendwo im Wald, sondern genau dort, wo viele Menschen unterwegs sind: an Straßenrändern, in Parks, an Waldrändern, auf Spielplätzen, Sportanlagen oder in Gärten. An Stämmen und Ästen können sich dabei Gespinste und Nester befinden.
Abstand halten und Nester nicht selbst entfernen
Wer Raupen oder Nester entdeckt, sollte vor allem eines tun: Abstand halten. Die Verbraucherzentrale NRW rät ausdrücklich dazu, Raupen und Gespinste nicht zu berühren und befallene Bäume großräumig abzusperren. Die Entfernung sollten nur qualifizierte Fachleute übernehmen.
Wichtige Vorsichtsmaßnahmen im Überblick:
- Mindestens zehn bis fünfzehn Meter Abstand zu Raupen und Nestern halten. Tiere und Gespinste nicht berühren.
- Nester auch im eigenen Garten nicht selbst entfernen. Zuständig sind Fachfirmen oder die jeweilige Kommune.
- Befallene Bereiche möglichst meiden. Kinder und Hunde sollten dort nicht spielen oder laufen.
- Wenn ein Aufenthalt in der Nähe nicht vermeidbar ist, kann lange Kleidung helfen, Hautkontakt zu verringern.
- Nach möglichem Kontakt duschen, Haare waschen und getragene Kleidung separat reinigen.
- Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein.
Unterm Strich gilt: Wer befallene Bäume, Raupen und alte Nester mit deutlichem Abstand meidet, schützt sich am besten vor Juckreiz, Husten und gereizten Augen.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |