Der König der Löwen: Musical hilft beim Schutz echter Löwen

Der König der Löwen: Das Musical nutzt seine Reichweite, um ein Löwenschutzprojekt im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania zu unterstützen. | Foto: Stage Entertainment GmbH
  • Der König der Löwen: Das Musical nutzt seine Reichweite, um ein Löwenschutzprojekt im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania zu unterstützen.
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Der König der Löwen. Das Hamburger Musical nutzt seine enorme Reichweite jetzt auch für ein Thema abseits der Bühne: den Schutz afrikanischer Löwen. Stage Entertainment arbeitet dafür mit NABU International zusammen und unterstützt ein Projekt im Ngorongoro-Schutzgebiet in Tansania.

Konkret geht es um eine Patenschaft für das Löwenschutzprojekt, die bis zum 31. Dezember 2027 läuft. Gleichzeitig soll das Musical als zusätzliche Kommunikationsplattform dienen, um mehr Aufmerksamkeit für die Situation der Tiere zu schaffen.

Wie stark der Rückgang ist, zeigen die Zahlen

Als Der König der Löwen 1994 erstmals im Kino lief, lebten Schätzungen zufolge noch rund 100.000 Löwen in freier Wildbahn. Zur Premiere des Musicals in Hamburg im Jahr 2001 lag die Zahl demnach bereits bei maximal 39.000 Tieren.

Heute gibt es nach Schätzungen nur noch rund 23.000 wildlebende afrikanische Löwen, außerdem gelten rund 94 Prozent ihres ursprünglichen Lebensraums als verloren. Als weitere Faktoren nennt die Partnerschaft seltener werdende Beutetiere und zunehmende Konflikte mit Menschen.

Der König der Löwen: Warum das Musical als Bühne für das Thema fungiert

Weltweit hat das Musical laut den Angaben bereits mehr als 124 Millionen Menschen erreicht, davon über 17 Millionen in Hamburg. Diese Reichweite wollen Stage Entertainment und NABU International nutzen, um darauf hinzuweisen, dass das Überleben der realen Vorbilder des Musicals zunehmend auf dem Spiel steht.

Auch die Naturschutzorganisation verbindet das Projekt mit der Botschaft des Stücks. „,Der König der Löwen‘ erzählt von der Schönheit Afrikas, von der Verbundenheit mit der Natur und davon, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Diese Botschaft endet nicht mit dem Schlussapplaus. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit Stage Entertainment den Blick auf die Notlage der echten Löwen lenken und so Menschen für ihren dringenden Schutz sensibilisieren zu können“, sagt Dr. Barbara Maas, Leiterin internationaler Artenschutz des NABU International.

Koexistenz statt Konflikt im Ngorongoro-Schutzgebiet

Tansania gilt als eines der Schlüsselländer für den langfristigen Erhalt der Art, rund ein Drittel aller verbliebenen afrikanischen Löwen lebt dort. Im Ngorongoro-Schutzgebiet unterstützt NABU International ein Projekt, das die friedliche Koexistenz von Menschen und Löwen fördern soll.

Dabei werden Maasai zu sogenannten Ilchokuti, also Löwenschützern, ausgebildet. Sie geben Wissen in ihren Gemeinden weiter, reagieren frühzeitig auf mögliche Konflikte und sollen dazu beitragen, dass traditionelle Löwenjagden durch Schutzmaßnahmen ersetzt werden. [red]

Autor:

Stephanie Walter aus Wochenblatt Kaiserslautern

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