Daten beim Android-Umzug schützen: Apps vorher aktualisieren
- Sicherheitsrisiken beim Datenumzug: Schwachstellen in Transfer-Apps könnten Unbefugten den Zugriff auf private Smartphone-Daten ermöglichen.
- Foto: Arne Immanuel Baensch/dpa-mag
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Daten beim Android-Umzug schützen. Aktuelle Transfer-Apps auf beiden Smartphones verringern das Risiko, dass private Inhalte beim Wechsel auf ein neues Android-Handy abgefangen werden. Forschende der TU Graz und des Zentrums für sichere Informationstechnologie A-SIT in Wien entdeckten in sieben untersuchten Umzugs-Apps kritische Schwachstellen.
Betroffen waren Anwendungen von Google, Honor, Huawei, Oppo, Samsung, Vivo und Xiaomi. Die Hersteller stellten nach Angaben der Forschenden Sicherheitsupdates bereit. Vor dem Datenumzug lohnt sich deshalb ein Blick in den Play Store, ob auf dem alten und dem neuen Gerät die neueste Version der jeweiligen App installiert ist. Teilweise ist auch ein Update des Betriebssystems nötig.
Die oft als Switch- oder Klon-Tools bezeichneten Anwendungen stellen für den Umzug meist eine direkte WLAN-Verbindung zwischen den Geräten her. Genau diese Verbindung stand bei der Untersuchung im Mittelpunkt.
Angreifer mussten nur in WLAN-Reichweite sein
Nach den Ergebnissen der Studie genügte eine Position in Funkreichweite, um Schwachstellen auszunutzen. In Innenräumen liegt diese Reichweite laut Forschenden bei etwa 20 bis 45 Metern. Die dafür verwendete Ausrüstung kostete weniger als 100 Euro.
Über die Lücken hätten Angreifer unter anderem folgende Daten abgreifen können:
- Fotos, Kontakte und SMS
- Gesundheitsdaten
- gespeicherte WLAN-Passwörter
- Anmelde- und Zugangsdaten
In einzelnen Fällen war laut Studie zudem denkbar, manipulierte App-Pakete auf das neue Smartphone zu übertragen und so Schadsoftware einzuschleusen. Die Sicherheitslücken wurden den Herstellern vor der Veröffentlichung der Untersuchung gemeldet.
Für den alltäglichen Handywechsel bedeutet das vor allem: Ein Datenumzug sollte erst mit aktualisierten Transfer-Apps und aktueller Systemsoftware auf beiden Geräten beginnen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |