Crate.io verlegt Zentrale zurück nach Europa und kooperiert mit STACKIT
- CrateDB-Cluster können nach Anbieterangaben direkt aus CrateDB Cloud auf der europäischen Infrastruktur von STACKIT gestartet werden.
- Foto: Crate.io
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Wirtschaft: Der Datenbankanbieter Crate.io hat seinen Unternehmenssitz wieder nach Europa verlegt und die Eigentümerstruktur nach Europa zurückgeführt – ein Schritt, den das Unternehmen mit der wachsenden Bedeutung von Datensouveränität begründet. Parallel startet eine neue Cloud-Option: CrateDB lässt sich nach Unternehmensangaben nun direkt auf der europäischen Infrastruktur von STACKIT betreiben.
Nach Angaben von Crate.io liegt CrateDB ab sofort in europäischem Besitz. Eigentümerin ist demnach die neu gegründete Crate.io AG, eine Holdinggesellschaft mit Sitz in Vaduz (Liechtenstein), die das Unternehmen sowie die Technologie der Open-Source-Datenbank für Echtzeitanalysen übernommen hat. Crate.io wurde in Dornbirn (Österreich) gegründet, hatte seinen Hauptsitz 2016 in die USA verlegt und ist nun nach Europa zurückgekehrt.
Für Unternehmen kann das vor allem dort relevant sein, wo Datenstandorte, Zuständigkeiten und Rechtsrahmen eine Rolle spielen – etwa in regulierten Branchen oder im öffentlichen Sektor. Crate.io verweist darauf, dass für viele Kunden nicht nur Funktionen und Preis entscheidend seien, sondern auch, wem die Technologie gehört und welchem Recht sie unterliegt.
CrateDB Cloud: Clusterstart auf STACKIT-Infrastruktur
Gleichzeitig teilte Crate.io eine Partnerschaft mit dem Cloud-Anbieter STACKIT mit. Nutzer sollen ab sofort direkt aus CrateDB Cloud heraus einen CrateDB-Cluster auf der Infrastruktur von STACKIT starten können. STACKIT wird nach Unternehmensangaben ausschließlich in europäischen Rechenzentren betrieben und gehört zu Schwarz Digits, der IT- und Digitalsparte der Schwarz Gruppe.
CrateDB ist eine verteilte Open-Source-SQL-Datenbank, die laut Anbieter für Echtzeit-Analysen und Workloads mit hoher Parallelität entwickelt wurde. Crate.io nennt als typische Einsatzfelder unter anderem Industrial Internet of Things (IIoT) – beispielsweise Live-Daten aus Produktionslinien, Fahrzeugflotten oder Stromnetzen – sowie KI-Anwendungen, bei denen aktuelle Daten eine zentrale Rolle spielen.
Zu den von Crate.io genannten Referenzen zählen unter anderem ABB, Rauch und Bitmovin. Zur Höhe der neuen Finanzierung, zu Preisen der Cloud-Nutzung oder zu konkreten Vertragsbedingungen der STACKIT-Integration machte das Unternehmen in der Mitteilung keine Angaben. [red]
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |