Bewusstlos gefunden: Seitenlage reicht nicht, Atmung weiter prüfen
- Wenn eine Person bewusstlos gefunden wird, hilft die Seitenlage, die Atemwege frei zu halten. Wichtig bleibt die regelmäßige Kontrolle der Atmung bis der Rettungsdienst eintrifft.
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Seitenlage. Wer eine bewusstlose Person findet, kann mit der Seitenlage die Atemwege freihalten, muss aber die Atmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes regelmäßig kontrollieren.
Genau darauf weist die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) zum Tag der Ersten Hilfe am Samstag, 12. September hin. Hintergrund ist eine Erfahrung aus dem Rettungswesen: Auch nach dem Umlagern in die Seitenlage können sich Zustand und Atmung noch verändern.
Atmet die Person normal, wird sie in die Seitenlage gebracht. Dabei hilft es, den Mund leicht geöffnet zu halten und den Hals zu überstrecken, damit die Atemwege frei bleiben. Der Mundwinkel sollte der tiefste Punkt des Körpers sein, damit Flüssigkeiten abfließen können.
Woran sich entscheidet, ob Wiederbelebung nötig ist
Die Seitenlage ist keine „Endlösung“, sondern eine Maßnahme, solange eine normale Atmung vorhanden ist. Die DGUV betont deshalb die regelmäßige Atemkontrolle, weil jederzeit Komplikationen auftreten können und dann schnell umgestellt werden muss.
Wenn die Atemkontrolle ergibt, dass die Person nicht mehr normal atmet, soll sofort mit Herzdruckmassage und Beatmung begonnen werden. Läuft die Atmung hingegen regelmäßig, bleibt es zunächst bei der Seitenlage mit weiterer Beobachtung.
Als sprachliche Einordnung kommt hinzu: Nach den Reanimations-Leitlinien 2025 des Deutschen Rates für Wiederbelebung wird inzwischen nur noch von „Seitenlage“ gesprochen, weil diese Lagerung nur bedingt „stabil“ ist.
Für eine kompakte Übersicht verweist die DGUV auf ihre Erste-Hilfe-Karte unter https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3107.
Praktische Konsequenz: Seitenlage kann helfen, wenn die Atmung normal ist, entscheidend bleibt aber das wiederholte Prüfen, ob sich die Atmung bis zum Eintreffen professioneller Hilfe verändert.
Autor:Meike Jakob aus Landau |