Betrugswarnung aus Meißen: Gefälschte Anwaltsbriefe fordern 3500 Euro

Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor gefälschten Anwaltsbriefen, mit denen Betrüger hohe Geldforderungen durchsetzen wollen. (Symbolbild)  | Foto: picture alliance / ZB
  • Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt vor gefälschten Anwaltsbriefen, mit denen Betrüger hohe Geldforderungen durchsetzen wollen. (Symbolbild)
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Meißen. Unerwartete Forderungen von angeblichen Anwaltskanzleien können Teil eines Betrugs sein. Darauf weist die Verbraucherzentrale Sachsen nach einem aktuellen Fall aus Meißen hin.

Ein Mann aus der Stadt erhielt eine Zahlungsaufforderung über 3.533,20 Euro. Das Schreiben wirkte wie ein offizieller Brief einer Kanzlei aus Rheinland Pfalz. Gefordert wurde Geld im Auftrag einer angeblichen Lotterievermittlung wegen eines Gewinnspiel Abos. Der Betroffene bestreitet jedoch, jemals einen solchen Vertrag abgeschlossen zu haben.

Vermeintlich authentisches Schreiben

Der Brief wirkte auf den ersten Blick seriös. Er enthielt eine detaillierte Aufstellung der angeblichen Forderung und trug den Namen eines real existierenden Rechtsanwalts. Auch ein Anruf bei der im Schreiben genannten Telefonnummer sorgte zunächst nicht für Zweifel. Versprochene Nachweise für die Forderung gingen später jedoch nicht ein.

Kanzlei meldet Missbrauch ihres Namens

Nach Angaben der Verbraucherzentrale handelt es sich um eine Fälschung. Betrüger hätten den Namen und die Daten einer echten Kanzlei verwendet, um Vertrauen zu erzeugen und Druck auf Empfänger auszuüben. Die betroffene Kanzlei warnt auf ihrer Internetseite vor den gefälschten Schreiben und hat Anzeige erstattet.

Verbraucherzentrale rät zur Prüfung

Bei überraschenden Zahlungsforderungen empfiehlt die Verbraucherzentrale besondere Vorsicht. Wichtige Schritte sind zum Beispiel

  • keine vorschnellen Zahlungen leisten
  • Absender und Kanzlei im Internet überprüfen
  • keine persönlichen Daten weitergeben
  • bei Unsicherheit Beratung bei einer Verbraucherzentrale einholen

Gerade Forderungen im Zusammenhang mit angeblichen Gewinnspielen tauchen immer wieder in Betrugsfällen auf. Eine gründliche Prüfung kann helfen, hohe finanzielle Schäden zu vermeiden. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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