Warum selbst gemachte Berliner besser schmecken – und so gelingen sie
- Luftiger Hefeteig sorgt dafür, dass Berliner innen weich und außen knusprig werden
- Foto: Cornelia Bauer
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Berliner selber machen. Fluffige Berliner einfach selbst backen: klassisches Rezept, Hefetipps, Füllideen und Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Berliner und Krapfen.
Fluffige Berliner selber machen – So einfach geht’s
Ob Fasching, Fastnacht, Silvester oder Sonntagskaffee: Berliner sind ein fester Bestandteil der deutschen Backtradition. Außen goldbraun, innen luftig und süß gefüllt – mit diesem klassischen Berliner-Rezept gelingen sie auch zu Hause zuverlässig.
- Luftiger Hefeteig sorgt dafür, dass Berliner innen weich und außen knusprig werden
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Je nach Region heißen sie Berliner, Krapfen, Kreppel oder – in der Pfalz – „Fasnachtskischelscher“. Die Basis ist immer gleich: ein lockerer Hefeteig, in heißem Fett ausgebacken. Gerade in der närrischen Zeit sind sie besonders beliebt – als süßer Energiespender vor der Fastenzeit.
Süße Vielfalt: Warum Berliner so besonders sind
Berliner stehen für Genuss, Geselligkeit und Brauchtum. Sie versüßen kalte Wintertage und gehören für viele fest zur Fastnacht. Klassisch werden sie mit Himbeer- oder Erdbeermarmelade gefüllt, doch auch moderne Varianten sind beliebt:
Nougat, Vanillepudding, Eierlikör oder ungefüllt in Zucker gewälzt.
Mit einer heißen Tasse Kaffee oder Tee werden sie zum echten Wohlfühlgebäck – und selbst gemacht schmecken sie oft nochnak si gut.
Zutaten für circa 16 Berliner
- 1 Würfel frische Hefe
- 500 g Weizenmehl
- 250 ml Milch
- 1 Ei
- 50 g Zucker
- 1 Prise Salz
- circa 1 l Öl zum Ausbacken
- Optional: Zitronenschale oder Vanillearoma
Berliner Rezept: Schritt für Schritt erklärt
- Mehl sieben und in der Mitte eine Mulde formen.
- Hefe hineinbröckeln und mit lauwarmer Milch und Zucker verrühren.
- Vorteig abgedeckt etwa 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
- Restliche Zutaten hinzufügen und zu einem glatten Teig verkneten.
- Teig erneut abgedeckt etwa 20 Minuten ruhen lassen.
- Teig zu einer Rolle formen und in etwa 16 gleich große Stücke teilen.
- Öl in einem Topf erhitzen (nicht zu heiß, circa 170 Grad!). Die Temperatur kann mit einem kleinen Teigstück oder einem Thermometer getestet werden.
- Teiglinge von jeder Seite circa drei Minuten goldbraun backen.
- Auf Küchenpapier abtropfen lassen und nach Belieben füllen, zuckern, glasieren und dekorieren.
- Damit die Temperatur des Öls fürs Backen von Berlinern stimmt, kann man ein Küchenthermometer verwenden
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FAQ: Häufige Fragen rund um Berliner
Warum werden Berliner manchmal fettig?
Ist das Öl zu kalt, saugt sich der Teig voll Fett. Ideal sind 170 bis175 °C. Ein kleines Teigstück dient als Temperaturtest.
Warum gehen meine Berliner nicht richtig auf?
Meist war die Hefe zu kalt oder zu heiß angerührt. Die Milch sollte lauwarm sein – nicht heiß. Außerdem braucht Hefeteig ausreichend Ruhezeit.
Welche Füllung ist klassisch?
Traditionell werden Berliner mit roter Marmelade gefüllt, häufig Himbeere oder Erdbeere. Regional sind auch Pflaumenmus oder Hagebutte verbreitet.
Wie lange sind selbst gemachte Berliner haltbar?
Am besten frisch genießen. Ungefüllt halten sie sich luftdicht verpackt einen Tag, gefüllt sollten sie am selben Tag verzehrt werden.
Hintergrund: Woher kommen Berliner eigentlich?
Berliner zählen zu den ältesten bekannten fettgebackenen Hefespeisen Europas. Ähnliche Rezepte sind bereits im 15. Jahrhundert dokumentiert. Ihre heutige Form mit süßer Füllung verbreitete sich mit dem steigenden Zuckerangebot in der frühen Neuzeit.
- Goldbraun gebackene Berliner gehören zu den beliebtesten traditionellen Fastnachtsgebäcken
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Dass sie je nach Region anders heißen, zeigt ihre tiefe Verwurzelung in der Alltags- und Festkultur – vom Karneval bis zum Jahreswechsel. [lmo]
Autor:Monika Klein aus Kaiserslautern |
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