Basilikum im Topf länger frisch halten: So wächst er nach
- Richtig ernten: Wer die oberen Triebe bis zu den nächsten Blattachseln abschneidet, fördert ein buschiges Nachwachsen neuer Triebe.
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Basilikum im Topf länger frisch halten. Frischer Basilikum sieht im Supermarkt oft noch kräftig, grün und gesund aus. Doch kaum steht der Topf ein paar Tage zu Hause in der Küche, lassen die Blätter schon die Köpfe hängen. Selbst regelmäßiges Gießen hilft dann oft nicht mehr.
Der Grund: Supermarkt-Basilikum ist meist sehr dicht gepflanzt und kommt mit der trockeneren Raumluft in vielen Wohnungen nur schlecht zurecht. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die Pflanze aber oft retten — und sogar dazu bringen, neue Triebe zu bilden. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) empfiehlt dafür mehrere einfache Schritte.
So kann sich Topfbasilikum besser entwickeln
- Die Plastikhülle nicht sofort entfernen
Auch wenn sie unscheinbar wirkt: Die Hülle schützt die Pflanze zunächst vor zu trockener Luft. Statt sie direkt abzunehmen, sollte man jeden Tag nur etwa einen Zentimeter abschneiden. So kann sich der Basilikum langsam an die Bedingungen in der Wohnung anpassen. - Die Pflanze teilen und umtopfen
Viele Basilikumtöpfe aus dem Supermarkt sind überfüllt. Die einzelnen Triebe konkurrieren um Wasser, Licht und Platz für die Wurzeln. Deshalb hilft es, die Pflanze vorsichtig zu teilen und in zwei Töpfe zu setzen. So haben die Wurzeln mehr Raum, und der Basilikum kann kräftiger nachwachsen. - Blätter nicht zupfen, sondern schneiden
Wer Basilikum einfach Blatt für Blatt abzupft, schwächt die Pflanze oft unnötig. Besser ist es, ganze obere Triebe bis knapp über einer Blattachsel abzuschneiden. Dadurch verzweigt sich die Pflanze besser und wächst buschiger nach.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, frische Blätter zeitnah zu verwenden. Basilikum ist sehr zart und verliert schnell Aroma. Deshalb empfiehlt es sich laut Ernährungsexperten, die Blätter nur vorsichtig zu zupfen oder grob zu hacken. In warmen Gerichten kommt das Kraut erst kurz vor dem Servieren hinzu, damit Geschmack und Struktur erhalten bleiben.
Warum Basilikum in vielen Gerichten erst am Ende dazukommt
Basilikum ist besonders zart und verliert schnell an Aroma. Deshalb raten Ernährungsexperten, die Blätter möglichst frisch zu verwenden, nur vorsichtig zu zupfen oder grob zu hacken. In warmen Speisen sollte das Kraut am besten erst kurz vor dem Servieren dazugegeben werden. So bleiben Geschmack, Duft und Struktur besser erhalten.
Besonders bekannt ist Basilikum natürlich aus Klassikern wie Insalata Caprese mit Tomaten, Mozzarella und Olivenöl oder von der Pizza Margherita. Aber auch in Soßen, Suppen sowie Fleisch- und Fischgerichten sorgt das Kraut für eine pfeffrig-süße Note. Sogar Desserts wie Zitronensorbet, Erdbeertorte oder Schokoladenmousse können mit Basilikum überraschend frisch schmecken.
Basilikum auf Vorrat lagern: Das klappt nur bedingt
Wer Basilikum länger aufbewahren will, stößt schnell an Grenzen. Die Blätter sind sehr kälteempfindlich, weshalb Einfrieren nur eingeschränkt empfohlen wird. Wenn man es trotzdem versuchen möchte, können fein geschnittene Blätter leicht mit Wasser befeuchtet und in Eiswürfelbehältern eingefroren werden.
Eine andere Möglichkeit ist das Trocknen. Lichtgeschützt und gut verschlossen gelagert hält sich getrockneter Basilikum mehrere Monate. Noch intensiver wird das Aroma, wenn das Kraut vor dem Verwenden kurz in Öl, Essig oder Zitronensaft eingelegt wird. Mit diesen einfachen Tricks bleibt Basilikum nicht nur länger frisch — oft wächst er sogar noch einmal kräftig nach.
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |