Badeunfälle bei Kindern vermeiden: Warum Eltern wachsam bleiben müssen
- Eltern müssen ihre Kinder im Schwimmbad stets im Blick behalten.
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Badeunfälle bei Kindern vermeiden. Schon ein kurzer Moment der Unachtsamkeit kann im Schwimmbad gefährlich werden. Auch in Freibädern kommt es immer wieder zu Situationen, in denen Kinder unter Wasser geraten und zunächst unbemerkt bleiben. Fachleute weisen deshalb darauf hin, dass die wichtigste Sicherheitsmaßnahme weiterhin eine aufmerksame Begleitung durch Eltern ist.
Auslöser für die aktuelle Warnung sind zwei Fälle aus Rheinland-Pfalz, bei denen Kinder in Freibädern ertranken. Solche Einzelfälle zeigen laut Deutscher Lebens-Rettungs-Gesellschaft, wie schnell kritische Situationen entstehen können.
Marco Vogt vom Landesverband Rheinland-Pfalz der DLRG betont, dass die Verantwortung im Schwimmbad nicht allein beim Personal liegt. „Die Aufsichtspflicht liegt auch im Schwimmbad bei den Eltern“, sagt er.
Warum Badeaufsicht Kinder nicht immer im Blick haben kann
Schwimmmeister überwachen zwar die Becken. Sie können jedoch nicht jeden einzelnen Gast permanent beobachten. Besonders an heißen Tagen mit vielen Badegästen wird das schwierig.
Während sich zehn Menschen im Wasser noch gut überblicken lassen, ist das bei rund hundert Badegästen kaum möglich. „Da sind so viele Körper, die schwimmen, hopsen und springen“, erklärt Vogt.
In diesem Gedränge kann ein kleiner Stoß ausreichen, damit ein Kind ins Wasser fällt. Bleibt es anschließend reglos an der Oberfläche oder unter Wasser, wird das oft erst spät bemerkt. Wenn andere Badegäste reagieren, kann wertvolle Zeit verloren sein.
Warum Schwimmflügel keine verlässliche Absicherung sind
Besondere Aufmerksamkeit brauchen Kinder, die noch nicht schwimmen können. Sie sollten im Wasserbereich durchgehend begleitet werden. Das gilt auch dann, wenn Schwimmhilfen getragen werden.
Nach Einschätzung der DLRG bieten Schwimmwesten mehr Sicherheit als klassische Schwimmflügel. Beim Sprung ins Wasser können sich Schwimmflügel relativ leicht vom Arm lösen.
Auch beim Schwimmenlernen spielt die Umgebung eine wichtige Rolle. Kinder entwickeln die nötige Koordination häufig erst im Alter von etwa acht oder neun Jahren. Für die ersten Schwimmversuche gelten Schwimmbecken als geeigneter Ort. Seen oder Flüsse sind dafür nach Einschätzung von Rettungsschwimmern deutlich schwieriger einzuschätzen.
Im Alltag bedeutet das vor allem eines. Selbst in überwachten Freibädern ersetzt die Badeaufsicht nicht die direkte Aufmerksamkeit von Eltern am Beckenrand. dpa/red
Autor:Sarah Isele aus Mannheim-Nord |