Ameisen im Garten vertreiben: Diese Hausmittel helfen sofort gegen die Krabbler

Ameisen sind eigentlich ganz nützlich, können aber trotzdem lästig werden. | Foto: Md Arif Babu/stock.adobe.com
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Ameisen im Garten vertreiben. Ameisen sind im Garten nicht automatisch ein Problem – im Gegenteil, oft sind sie sogar nützlich. Wenn sie aber plötzlich Terrassen unterhöhlen, Blattläuse beschützen oder sich massenhaft ausbreiten, helfen einfache Tricks, um sie schonend zu vertreiben und notfalls umzusiedeln.

Ameisen gehören zu den fleißigsten Helfern im Garten: Sie lockern den Boden, beseitigen organisches Material und fressen sogar einige Schädlinge. Problematisch wird es erst, wenn sie in großer Zahl auftreten, Nester unter Wegen und Terrassen anlegen oder Blattläuse regelrecht „bewirtschaften“, weil sie deren Honigtau lieben. Genau dann stellt sich die Frage, wie man sie möglichst effektiv und sinnvoll loswird.

Was hilft ganz schnell gegen Ameisen?

Wenn es schnell gehen soll, setzen viele Gartenbesitzer zuerst auf Gerüche und Feuchtigkeit. Ameisen mögen intensive Duftstoffe wie Lavendel, Zimt, Nelken, Chili oder Zitronenschalen nicht. Laut Mein schöner Garten können diese direkt auf Ameisenstraßen und rund um Nester gestreut oder ausgelegt werden, um die Tiere zu vertreiben. Auch Essig oder stark nach Zitrone riechende Reiniger können helfen, weil sie die Duftspuren der Tiere stören.

Sehr wirksam als Sofortmaßnahme ist außerdem Wasser – vor allem im Hochbeet, in Pflanzkübeln oder an gut erreichbaren Nestern. Wer ein Nest über mehrere Tage kräftig flutet, macht den Standort für die Tiere unattraktiv, sodass sie oft von selbst umziehen. Zusätzlich lohnt es sich, Futterquellen zu beseitigen: offene Lebensmittel, Fallobst, Biomüll oder Blattlausbefall ziehen Ameisen geradezu an.

Was tun, wenn der ganze Garten voller Ameisen ist?

Wenn gefühlt überall Ameisen unterwegs sind, hilft kein einzelner Schnelltrick mehr. Zuerst sollte man die Ursache angehen. Compo weiß, häufig breiten sich Ameisen dort besonders stark aus, wo viele Blattläuse sitzen, denn deren Honigtau ist für sie eine Lieblingsnahrung. Wer also Blattläuse reduziert, nimmt den Ameisen gleichzeitig einen wichtigen Anreiz, sich im Garten massenhaft auszubreiten.

Danach lohnt sich das gezielte Umsiedeln von Nestern. Dafür wird ein mit Holzwolle, Stroh oder lockerer Erde gefüllter Blumentopf umgedreht nahe der Ameisenstraße oder des Nests platziert. Die Tiere nehmen den Topf oft nach einiger Zeit als neues Zuhause an und tragen sogar ihre Brut hinein. Ist der Umzug abgeschlossen, kann der Topf mitsamt Umgebungserde an einen neuen Ort gebracht werden – idealerweise mindestens 30 Meter entfernt, damit die Ameisen nicht zurückfinden.

Was bewirkt Backpulver gegen Ameisen?

Backpulver gilt seit Jahren als Klassiker unter den Hausmitteln gegen Ameisen. Meist wird es mit Zucker oder Puderzucker gemischt, damit die Tiere es aufnehmen. Jedoch gilt die Methode als qualvoll für die Ameisen und ist zudem nicht besonders sinnvoll. Außerdem kann so eine Mischung auch für andere Nützlinge oder Haustiere problematisch werden.

Backpulver ist auf keinen Fall ein empfehlenswertes Mittel, wenn man Ameisen im Garten loswerden möchte. Deutlich besser ist es, die Tiere zu vertreiben statt zu töten. Etwa mit Duftstoffen, Wasser, Barrieren aus Kreide oder Kalk oder durch Umsiedeln. Das passt auch besser dazu, dass Ameisen grundsätzlich nützliche Tiere sind und nur bei starkem Auftreten lästig werden. Besser ist es, gegen Ameisen diverse artgerechte Hausmittel anzuwenden. Diese wären:

  • Lavendel(blüten)
  • Zimt beziehungsweise Zimtstangen
  • Gewürznelken 
  • Chilipulver 
  • Zitronenschalen / Zitronenscheiben 
  • Essig 
  • Thymian 
  • Tomatenblätter 
  • Brennnesseljauche
  • Kreidepulver 
  • Gartenkalk
  • Wasser / Nester fluten
  • Mit Stroh oder Holzwolle gefüllter Tontopf

Wann ziehen sich Ameisen zurück?

Ameisen ziehen sich vor allem dann zurück, wenn ein Standort für sie unattraktiv wird. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn es zu nass wird, starke Gerüche ihre Orientierung stören oder Futterquellen verschwinden. Besonders wiederholtes Fluten von Nestern kann einen Umzug auslösen, weil Ameisen Feuchtigkeit nicht mögen.

Im Jahresverlauf sind Ameisen vor allem in den wärmeren Monaten aktiv. Im Haus werden sie oft im Frühjahr auffällig, wenn draußen noch wenig Nahrung vorhanden ist und sie alternative Futterquellen suchen. Im Garten lässt die Aktivität mit sinkenden Temperaturen deutlich nach. Sie verschwinden also nicht einfach über Nacht – aber wenn Nester gestört, Wege unattraktiv und Nahrungsquellen knapp werden, ziehen sie sich Schritt für Schritt zurück oder suchen sich einen neuen Platz.

Autor:

Sarah Isele aus Mannheim-Nord

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