Zwei-Standorte-Plan für Unimedizin Mainz: Schnieder legt sich fest
- Die Mainzer Unimedizin wird in den kommenden Jahren ein neues Gesicht bekommen. (Archivfoto)
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Mainz. Für die Zukunft der Universitätsmedizin könnte sich in Mainz ein großer Umbau abzeichnen. Ministerpräsident Gordon Schnieder spricht sich für eine Lösung mit zwei Standorten aus. Ziel ist es, die einzige Uniklinik in Rheinland Pfalz wirtschaftlich und infrastrukturell stabiler aufzustellen.
In seiner Regierungserklärung im Landtag erklärte der CDU-Politiker, die Universitätsmedizin sei das Zentrum für Spitzenmedizin und medizinische Forschung im Land. Um diese Rolle langfristig zu sichern, müsse die Neuaufstellung konsequent weitergehen. Dazu gehöre auch, die sogenannte Zweistandort Lösung mit Nachdruck zu verfolgen.
Milliarden für Neubau und Modernisierung geplant
Die Gebäude der Universitätsmedizin gelten teilweise als stark sanierungsbedürftig. In den kommenden Jahren soll deshalb ein Milliardenbetrag in Neubau und Modernisierung investiert werden. Noch offen ist jedoch, wie genau die Struktur künftig aussehen wird.
Diskutiert wird, ob der Klinikbetrieb weiterhin ausschließlich in der Mainzer Oberstadt bleibt oder zusätzlich ein zweiter Standort am Rand der Landeshauptstadt entsteht. Ein solcher Außenstandort wird von einigen Seiten kritisch gesehen. Als Argument wird unter anderem die Frischluftzufuhr für die Stadt Mainz genannt.
Stadt bereitet Prüfung eines zweiten Standorts vor
Die Stadt Mainz will die möglichen Optionen zunächst genauer untersuchen lassen. Oberbürgermeister Nino Haase kündigte bereits Anfang Mai an, dass in den kommenden Monaten wichtige Entscheidungen vorbereitet werden sollen.
Geplant ist ein Gutachten, das Vor und Nachteile eines möglichen zweiten Klinikstandorts untersuchen soll. Nach Angaben des Oberbürgermeisters soll bis kurz vor oder kurz nach der Sommerpause ein Prüfauftrag beschlossen werden. Die Untersuchung selbst dürfte anschließend etwa ein Jahr dauern. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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