Welche Gartenvögel fehlen? NABU ruft im Südwesten zum Zählen auf
- Gibt es weniger Finken? Hier ein Grünfink.
- Foto: NABU/Frank Hecker
- hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl
NABU. Von Freitag bis Sonntag, 8. bis 10. Mai, läuft wieder die bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Gartenvögel“. Der NABU Baden-Württemberg ruft dazu auf, eine Stunde lang Vögel im Garten, Park, auf dem Balkon oder vom Fenster aus zu zählen.
Bei der mittlerweile 22. Ausgabe der Aktion können alle mitmachen – auch ohne besondere Vorkenntnisse. Ziel ist es, mehr über die Entwicklung häufiger Vogelarten in Städten und Siedlungen zu erfahren. Im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit rund 58.000 Menschen. In Baden-Württemberg zählten etwa 6.000 Vogelfreundinnen und Vogelfreunde mehr als 109.000 Vögel.
Besonderer Blick auf Finken
Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf den Finken. Nach Angaben des NABU werden seit Jahren immer wieder tote Grünfinken gemeldet, seltener auch Buchfinken, Gimpel oder Stieglitze. Häufig werden mehrere Tiere gleichzeitig an Futter- oder Wasserstellen gefunden. Ursache könnte ein Parasit sein, der den oberen Verdauungstrakt befällt und für die Tiere oft tödlich endet.
Der NABU will deshalb wissen, ob bei der diesjährigen Zählung weniger Finken beobachtet werden. Auch das schwindende Nahrungsangebot spielt laut den Fachleuten eine Rolle, da viele Finken auf Sämereien angewiesen sind.
Futterstellen sauber halten
Wichtig sei eine gute Hygiene an Futterhäusern und Wasserstellen, betont der NABU. Wer derzeit noch Vögel füttert, sollte möglichst Futtersäulen verwenden, damit die Tiere nicht im Futter herumlaufen. Ganze Nüsse, Kerne und Fettfutter sollten aktuell nicht angeboten werden, da Jungvögel daran ersticken können.
So funktioniert die Aktion
Gezählt wird eine Stunde lang von einem ruhigen Ort aus. Notiert wird von jeder Vogelart jeweils die höchste Anzahl, die innerhalb dieser Stunde gleichzeitig zu sehen oder zu hören ist. Die Uhrzeit ist frei wählbar, am besten eignen sich aber die Morgen- und Abendstunden.
Die Beobachtungen können online unter www.stundedergartenvoegel.de oder per kostenloser NABU-Vogelwelt-App gemeldet werden. Meldeschluss ist der 18. Mai.
Auf der Aktionsseite gibt es außerdem Hilfen zur Vogelbestimmung, darunter Porträts häufiger Arten, Vergleichsbilder und einen Vogeltrainer. red
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |
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