Waldbrandgefahr: Warum Rheinland-Pfalz vergleichsweise gut vorbereitet ist

Die ehemalige Klimaschutzministerin und jetzige Fraktionschefin der Grünen mahnt die Fortsetzung der Klima-Wald-Offensive an. (Archivbild) | Foto: Michael Brandt/dpa
  • Die ehemalige Klimaschutzministerin und jetzige Fraktionschefin der Grünen mahnt die Fortsetzung der Klima-Wald-Offensive an. (Archivbild)
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Mainz. Für Menschen in Rheinland-Pfalz geht es beim Waldschutz auch um Sicherheit in trockenen Sommern: Nach Einschätzung der Grünen-Fraktionschefin Katrin Eder ist das Land mit naturnahen Wäldern derzeit vergleichsweise gut aufgestellt.

Rheinland-Pfalz sei in diesem „Klimakrisensommer“ bislang nicht so verheerend von Waldbränden getroffen worden wie etwa Belgien und Nordrhein-Westfalen, sagte Eder der Deutschen Presse-Agentur. Ein Grund sei, dass das Land mit naturnahen und vielfältigen Wäldern bereits besser aufgestellt sei.

Viele Mischwälder im Land

Nach Angaben Eders sind inzwischen 85 Prozent der Wälder in Rheinland-Pfalz Mischwälder. Mehr als 95 Prozent der Bäume stammten aus Naturverjüngung. Reine Nadelwälder bedeuteten eine höhere Waldbrandgefahr. Deshalb solle das Land auch künftig auf klimaresiliente Mischwälder setzen.

Gleichzeitig warnte Eder davor, die Lage zu unterschätzen. Auch in Rheinland-Pfalz hielten Waldbrände Einsatzkräfte und Anwohner in Atem. Beim Schutz des Waldes dürfe das Land in Zeiten der Klimakrise nicht nachlassen.

Debatte um Klima-Wald-Offensive

Eder verwies auf die Klima-Wald-Offensive der früheren Ampel-Regierung mit einem Volumen von 50 Millionen Euro. Diese Initiative solle die neue CDU-SPD-Regierung fortsetzen. Kritisch sieht die Grünen-Politikerin die angekündigte Evaluation des Landesklimaschutzgesetzes. Wer heute beim Wald spare, müsse morgen mit Waldschäden und einer höheren Brandgefahr rechnen.

Nationale Strategie gefordert

Nach Eders Einschätzung führen längere Trockenperioden dazu, dass Wälder und Böden stärker austrocknen. Dadurch steige die Waldbrandgefahr. Bund, Länder und Kommunen müssten deshalb gemeinsam reagieren. Nötig sei eine nationale Waldbrandstrategie mit Prävention, Früherkennung und leistungsfähiger Brandbekämpfung. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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