Stechmücken-Einsätze am Oberrhein: Kabs prüft Brutstätten
- Dirk Reichle ist seit Januar 2020 der Wissenschaftliche Direktor und Chef der Kabs. (Archivbild)
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Oberrhein. Nach den Regenfällen können in der Region wieder einzelne Einsätze gegen Stechmücken nötig werden. Die Kommunale Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage, kurz Kabs, stellt sich vor allem auf lokale Brutstätten ein, etwa in überschwemmten Regenrückhaltebecken, an kleinen Zuflüssen und in Schwemmzonen von Bächen.
Rheinwasserstand steigt nur langsam
Große Hochwasserwellen am Rhein hält die Kabs derzeit für unwahrscheinlich. Der Wasserstand erhole sich zwar langsam, sei zuvor aber zu stark gefallen, sagte eine Sprecherin. In der Kabs arbeiten Kommunen aus Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen zusammen.
Starkregen kann neue Brutstätten schaffen
Wahrscheinlicher seien sporadische Einsätze nach lokalem Starkregen. Wo Wasser länger stehen bleibt, können sich Larven entwickeln. Die Kabs beobachtet deshalb besonders überflutete Rückhaltebecken sowie Bereiche an kleineren Flüssen und Bächen.
Trockenheit wirkt beim Grundwasser nach
Mit einer schnellen Rückkehr großer Rhein-Hochwasserflächen rechnet die Kabs nicht. Auch bei den Grundwasserständen dürfte die Trockenheit länger spürbar bleiben. „Bis sich die Grundwasservorräte erholen, könnten Monate vergehen“, hieß es. Entscheidend werde auch der kommende Winter: Ein trockener Winter könnte die Folgen der Sommertrockenheit bis ins Frühjahr verlängern, ein nasser Winter dagegen Entlastung bringen.
Einsätze bis in den September geplant
Wie stark die Stechmückenpopulation in den kommenden Wochen zunimmt, hängt vor allem von der weiteren Wetterentwicklung ab. Die Einsätze zur Bekämpfung sind nach Angaben der Kabs bis in den September hinein vorgesehen.
Die Arbeit des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Speyer ist aufwendig. Expertinnen und Experten kontrollieren Brutstätten am Boden, teils in dichtem Unterholz. Viele Flächen werden auch aus der Luft behandelt. Von einem Helikopter aus verteilt die Kabs den Wirkstoff Bti gegen Larven. Wissenschaftlicher Direktor Dirk Reichle ist unter anderem für Gesamtleitung und Organisation der Stechmückenbekämpfung zuständig. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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