Schulschließung in Dachsberg: Waldorfschule will juristisch vorgehen

Die Schule soll zum Schuljahresende geschlossen werden. (Symbolbild) | Foto: Arne Dedert/dpa
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Dachsberg. Für Schülerinnen, Schüler und Eltern der Freien Waldorfschule in Dachsberg droht zum Ende des Schuljahres das Aus. Gegen die angeordnete Schließung will der Schulverein nun rechtlich vorgehen.

Der Träger der Schule plant nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen in Baden Württemberg, den Sofortvollzug der Entscheidung zu stoppen. Ziel ist es, die Schließung zunächst abzuwenden. Das teilte die Geschäftsführung der Landesarbeitsgemeinschaft am Freitag, 26. Juni, mit.

Lange Liste an Vorwürfen der Schulaufsicht

Das Regierungspräsidium Freiburg hatte am Donnerstag, 25. Juni, bekanntgegeben, dass die Genehmigung der Privatschule widerrufen wurde. Vorausgegangen waren zahlreiche Beschwerden seit dem Frühjahr.

Die Schulaufsicht nennt mehrere schwerwiegende Mängel. Dazu zählen unter anderem

  • Zweifel an der Zuverlässigkeit des Schulträgers
  • Mängel bei der Durchführung von Abschlussprüfungen
  • Verstöße bei Hygiene, Brand und Arbeitsschutz

Nach Angaben der Behörde habe der Waldorfkindergarten und Waldorfschulverein Dachsberg als Träger wichtige Probleme nicht behoben. Vorschläge zur Verbesserung hätten aus Sicht der Schulaufsicht bei weitem nicht ausgereicht.

Unsicherheit für Familien und Beschäftigte

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Waldorfschulen begleitete die Schule nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten beratend. Als Zusammenschluss rechtlich selbstständiger Schulen habe sie jedoch keine Weisungsrechte.

Die Verantwortung für die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben liege bei den Organen der Schule. Pädagogische Freiheit im freien Schulwesen setze voraus, dass die gesetzlichen Anforderungen eingehalten werden.

Besonders betroffen seien derzeit die Schülerinnen und Schüler, ihre Familien sowie die Mitarbeitenden der Schule. Nach Einschätzung des Regierungspräsidiums stehen für die Kinder und Jugendlichen ausreichend Plätze an anderen öffentlichen Schulen zur Verfügung. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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