Schnee im Schwarzwald: Eisheilige bringen Kälte zurück
- Im Hochschwarzwald ist ein wenig Neuschnee gefallen. (Symbolbild)
- Foto: Silas Stein/dpa
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Hochschwarzwald. Mitten im Mai fällt im Schwarzwald wieder Schnee. Die sogenannten Eisheiligen sorgen in Baden Württemberg für einen spürbaren Kälterückschlag. Auf den Höhenlagen des Feldbergs zeigte sich laut Webcams eine dünne weiße Schneedecke.
Nach Angaben der Polizei kam es trotz einiger Zentimeter Neuschnee zunächst zu keinen Verkehrsbehinderungen. Besonders im Hochschwarzwald wurden die winterlichen Bilder sichtbar. Für viele Regionen im Land bleibt das Wetter jedoch wechselhaft.
Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Dienstag, 12. Mai, etwas freundlichere Bedingungen als an den Vortagen. Neben dichten Wolken zeigt sich zeitweise die Sonne. Vor allem im Südwesten sind längere sonnige Abschnitte möglich.
Ganz stabil wird das Wetter aber nicht. Immer wieder ziehen Schauer durch. In höheren Lagen kann weiterhin Schnee fallen. Im Osten Baden Württembergs sind am Nachmittag auch kurze Gewitter möglich. Die Temperaturen bleiben kühl und erreichen etwa 7 Grad auf der Schwäbischen Alb sowie 12 bis 15 Grad entlang von Rhein und Neckar.
In der Nacht zum Mittwoch, 13. Mai, sinken die Temperaturen vielerorts wieder deutlich. Regional ist erneut Bodenfrost möglich.
Kurze Wetterpause zur Wochenmitte
Der Mittwoch, 13. Mai, dürfte nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes der trockenste Tag der Woche werden. Zwar ziehen weiterhin dichtere Wolken durch das Land. Zwischendurch zeigt sich jedoch häufig die Sonne. Erst am Nachmittag sind im Norden und Westen einzelne Schauer möglich. Die Temperaturen steigen leicht und erreichen bis zu 17 Grad in der Kurpfalz.
Schon in der Nacht zum Donnerstag, 14. Mai, setzt wieder kräftiger Regen ein. Örtlich sind auch kurze Gewitter möglich. Der Donnerstag, 14. Mai, und Freitag, 15. Mai, bleiben meist stark bewölkt, regnerisch und eher kühl.
Warum die Eisheiligen für Gärtner wichtig sind
Viele Hobbygärtner beobachten die Wetterlage in diesen Tagen besonders genau. Die Eisheiligen Mitte Mai gelten traditionell als mögliche Phase für späte Kälterückschläge. Empfindliche Pflanzen können durch Nachtfrost Schaden nehmen.
Meteorologisch handelt es sich jedoch nicht um ein festes Naturgesetz. Die Eisheiligen sind eine überlieferte Bauernregel. Ähnlich bekannte Wetterphasen sind etwa die Schafskälte oder der Altweibersommer. Trotzdem warten viele Gärtner traditionell ab, bevor sie frostempfindliche Pflanzen dauerhaft ins Freie setzen. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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