Recovery Scam: Betrüger zocken Opfer mit neuer Masche ein 2. Mal ab

Recovery Scam: Die Betrüger schöpften mit dem "Betrug nach dem Betrug" die finanziellen Ressourcen der Opfer bis zum Letzten aus. Viele Opfer erleben Scham und brauchen therapeutische Unterstützung. Dabei sind alle Bevölkerungsgruppen betroffen.  | Foto: Julia Glöckner/KI-generiert
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  • Recovery Scam: Die Betrüger schöpften mit dem "Betrug nach dem Betrug" die finanziellen Ressourcen der Opfer bis zum Letzten aus. Viele Opfer erleben Scham und brauchen therapeutische Unterstützung. Dabei sind alle Bevölkerungsgruppen betroffen.
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Recovery Scam. Seit einigen Monaten greift die neue Betrugsmasche in Internet um sich. Recovery Scam nennt man Betrug unter dem falschen Versprechen, Geld zurückzubekommen, das man auf unseriösen Trading-Plattformen verloren hat. Die Betrüger geben sich als Mitarbeiter der Finanzaufsicht aus. Sie geben vor, dass die Täter gefasst seien und das Betrugsgeld somit vom Betrugskonto ausgezahlt würde.

Viele Menschen in Deutschland sind 2025 Opfer von Online-Trading Betrug geworden. Einige davon haben nicht nur viel Geld auf betrügerischen Trading-Plattformen verloren. Mit einer perfiden neuen Masche wurden sie Opfer von Recover Fraud, also von Betrug nach dem Betrug.

Recovery Scam: Geschädigte nehmen durch perfide Masche erneut Schaden

Wer im Internet auf Plattformen oder Apps von zu Hause aus Geld verdienen will, in Rohstoffe investiert oder in Aktien und andere Wertpapiere anlegt, kann an Betrüger geraten. Unter Online-Tradern gibt es zunehmend schwarze Schafe. Statt mit angeblicher Geldvermehrung Gewinne zu machen, wird das Geld von den Scammern komplett einbehalten. Zunächst steigen die Kurse stark an. Die Kurse sind jedoch rein fingiert, um Vertrauen durch angebliche Transparenz aufzubauen. 

Daneben kursiert seit Monaten eine neue Betrugsmasche durchs Internet. Wer Opfer von Anlagebetrug geworden ist, wird erneut von den Kriminellen kontaktiert. Häufig geben sich die Täter als Mitarbeiter der Bundesfinanzaufsicht (BaFin) aus. In den E-Mails oder am Telefon informieren sie darüber, dass die Täter angeblich ausfindig gemacht werden konnten und das Geld vom Betrugskonto nun zurücküberwiesen werden könne. Dafür sei jedoch eine Provision von einem Prozent oder eine Gebühr fällig. Beim Recovery Scam setzen die Betrüger ihre Opfer häufig unter Druck: Die Zahlung sei dringend erforderlich und an eine Frist gebunden. Meist wird sie als Bedingung formuliert, um die Betrugssumme zurückzuerhalten. 

Recovery Scam: Täuschend echte Schreiben  – unter den Opfern sind viele Akademiker und Rentner

In einigen Fällen agierten die Täter unter dem Namen von Unternehmen für Cybersicherheit. Die Schreiben von Behörden und Firmen wirken häufig täuschend echt. In den allermeisten Fällen findet Recovery Scam jedoch unter dem Namen der deutschen Finanzaufsichtsbehörde (BaFin) oder ausländischer Finanzaufsichtsbehörden statt. Anhänge enthielten gefälschte, täuschend echte Dokumente über angebliche Ermittlungsergebnisse. Die Täter nutzten oft ähnliche Logos und kennen außerdem Bank- und Ausweisdaten sowie Informationen zur Höhe der Investitionen der Betroffenen. Damit stellen sie zusätzliches Vertrauen her, indem sie sich als Ermittlungsbehörde ausgeben. Sie nutzten ähnliche URLs und E-Mail-Adressen wie die Behörden. Nicht immer handelt es sich dabei um dasselbe betrügerische Netzwerk. Die Täter, die unter der Plattform fürs Online Trading agierten hatten die Daten auch weitergegeben.

Recovery Scam: Ermittler fanden in vielen Fällen Ähnlichkeiten. So versendeten die Betrüger täuschend echte Dokumente in Anhängen, die Betrugsopfer darüber informierten, dass die Täter aufgeflogen seien und sie ihr Geld zurückbekämen.  | Foto: Julia Glöckner/KI-generiert
  • Recovery Scam: Ermittler fanden in vielen Fällen Ähnlichkeiten. So versendeten die Betrüger täuschend echte Dokumente in Anhängen, die Betrugsopfer darüber informierten, dass die Täter aufgeflogen seien und sie ihr Geld zurückbekämen.
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Mit dieser neuen Masche haben laut Staatsanwaltschaft München Menschen aus allen Bevölkerungsgruppen bereits Geld verloren, darunter Akademiker und Rentner. Menschen im Rentenalter sind besonders häufig auf Online Trading Plattformen unterwegs. jg/red

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Finanzaufsichtsbehörden oder Staatsanwaltschaften melden sich niemals persönlich per E-Mail bei Ihnen. Prüfen Sie E-Mails auf Echtheit. Fragen Sie bei der Polizei nach.
Bezahlen Sie niemals Gebühren, Steuern oder Kautionen, wenn Sie per E-Mail aufgefordert werden.
Geben Sie niemals persönliche Daten oder Kontonummern preis.
Falls Sie bereits Opfer geworden sind: Dokumentieren Sie alle E-Mails und weiteren Kontaktaufnahmen und erstatten Sie Anzeige. Falls die Betrüger ermittelt werden, können Indizien von Nutzen sein.
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Recovery Scam: Die Betrüger schöpften mit dem "Betrug nach dem Betrug" die finanziellen Ressourcen der Opfer bis zum Letzten aus. Viele Opfer erleben Scham und brauchen therapeutische Unterstützung. Dabei sind alle Bevölkerungsgruppen betroffen.  | Foto: Julia Glöckner/KI-generiert
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Autor:

Julia Glöckner aus Ludwigshafen

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