Pflegekammer Rheinland-Pfalz: Mitglieder-Umfrage startet holprig
- Viele in der Pflege beschäftigte Menschen fühlen sich von der Pflegekammer nicht vertreten und wollen kein Geld für die Pflichtmitgliedschaft in der Kammer zahlen. (Archivfoto)
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Rheinland Pfalz. Für Tausende Pflegekräfte im Land könnte eine laufende Mitgliederbefragung über die Zukunft ihrer Interessenvertretung entscheiden. Bei der Online Umfrage der umstrittenen Pflegekammer Rheinland Pfalz haben bislang rund 5200 Menschen teilgenommen.
Nach Angaben der Kammer startete die Befragung am 23. März zunächst mit technischen Problemen. Die Internetseite war zeitweise nicht erreichbar. Server seien wegen sehr hoher Zugriffszahlen an ihre Belastungsgrenze gestoßen. Inzwischen wurden die Kapazitäten erweitert. Trotz des holprigen Starts spricht die Kammer von einer hohen Beteiligung.
Kritik an Ablauf der Befragung
Die Gewerkschaft Verdi hatte wegen der technischen Schwierigkeiten sogar gefordert, die Umfrage abzubrechen. Nach Darstellung der Kammer läuft die Befragung inzwischen ordnungsgemäß.
Gleichzeitig befasst sich die Vertreterversammlung mit der Kritik. Sie berät über das weitere Vorgehen.
- Die Umfrage könnte wie geplant bis zum 2. April laufen
- Ein vorzeitiger Abbruch ist möglich
- Auch eine Verlängerung des Befragungszeitraums steht zur Diskussion
Entscheidung über Zukunft der Kammer möglich
Die Pflegekammer Rheinland Pfalz wurde 2016 gegründet. Sie soll die Interessen von rund 40000 Pflegekräften im Bundesland vertreten. Seit Jahren steht die Einrichtung jedoch in der Kritik.
Ein zentraler Streitpunkt ist die Pflichtmitgliedschaft, die für viele Pflegekräfte mit Beiträgen verbunden ist. Zudem fühlen sich zahlreiche Mitglieder von der Kammer nicht ausreichend vertreten.
Die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederbefragung könnten deshalb maßgeblich dafür sein, ob die Pflegekammer in Rheinland Pfalz künftig bestehen bleibt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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