Passionsspiel in Ulm: Tausende sehen lebendigen Kreuzweg

Die Aufführung zieht jedes Jahr Tausende Zuschauer an. (Archivbild)  | Foto: Stefan Puchner/dpa
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Ulm. Tausende Menschen verfolgen jedes Jahr den sogenannten „lebendigen Kreuzweg“ durch Ulm und Neu Ulm. Mehr als 200 Mitwirkende stellen dabei zentrale Szenen der Passionsgeschichte nach und verwandeln Straßen und Plätze rund um die Donau in eine große Freiluftinszenierung.

Mehrstündige Prozession durch zwei Städte

Rund 80 Laiendarsteller treten in aufwendig gestalteten Kostümen auf. Sie spielen sechs der 14 überlieferten Stationen des Leidenswegs Jesu nach. Der Zug beginnt am Rathaus im bayerischen Neu Ulm und führt über mehrere Stationen bis nach Ulm.

Am Ende steht die Szene des Prozesses vor dem römischen Statthalter Pontius Pilatus. Danach folgt die Darstellung der Kreuzigung vor dem Ulmer Münster. Musik und kurze Spielszenen begleiten die Prozession.

  • Start am Rathaus in Neu Ulm
  • Darstellung von sechs Stationen des Leidenswegs
  • Rund 80 Darsteller in historischen Kostümen
  • Finale Szene vor dem Ulmer Münster

Schauspiel unter freiem Himmel

Der „lebendige Kreuzweg“ wird vom Verein „Via Crucis – Lebendiger Kreuzweg Ulm Neu Ulm“ organisiert. Anders als bei einer stillen Andacht in der Kirche erleben Besucher die Passionsgeschichte als öffentliches Schauspiel auf Straßen und Plätzen.

Viele Menschen laufen die Strecke gemeinsam mit dem Zug ab und verfolgen die einzelnen Stationen direkt vor Ort. Nach Angaben der Organisatoren findet die Veranstaltung inzwischen zum 21. Mal statt und gilt als fester Bestandteil des Karfreitags in Ulm und Neu Ulm.

Besucher auch aus dem Ausland

Nach Angaben der Veranstalter reisen inzwischen auch Gäste aus anderen Ländern an. Unter anderem kommen Besucher aus Frankreich, Belgien und der Schweiz.

Die Organisation finanziert sich vor allem über Spenden. Der lebendige Kreuzweg kostet rund 10000 Euro. Eintritt wird nicht verlangt. dpa/red

Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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