OB-Wahl in Freiburg: Wer macht das Rennen?
- Neun Kandidaten gehen ins Rennen.
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Freiburg. In Freiburg steht eine wichtige kommunalpolitische Entscheidung an. Am Sonntag, 26. April, wählen die Bürgerinnen und Bürger eine neue Rathausspitze.
Mit mehr als 237.000 Einwohnern ist Freiburg die viertgrößte Stadt Baden Württembergs. Als Universitätsstadt und Wirtschaftsstandort im Dreiländereck mit Frankreich und der Schweiz hat sie auch überregional Gewicht. Die Stadt wächst seit Jahren stark. Gleichzeitig gehören die Mieten zu den höchsten im Südwesten. Der Mangel an Wohnungen prägt deshalb den Wahlkampf.
Amtsinhaber Horn will weitermachen
Oberbürgermeister Martin Horn tritt erneut an. Der 41 Jahre alte parteilose Politiker wird wie schon bei seiner Wahl im Jahr 2018 von der SPD unterstützt. Damals löste er den Grünen Politiker Dieter Salomon im zweiten Wahlgang ab.
Horn wirbt vor allem mit dem Thema bezahlbarer Wohnraum. Er verweist auf eine von ihm gestartete Wohnbauoffensive. Erste Projekte seien bereits umgesetzt oder auf den Weg gebracht worden. Im Wahlkampf betont er zudem Stabilität und Verlässlichkeit.
Herausforderung durch Monika Stein
Zu den wichtigsten Herausforderern zählt Monika Stein. Die 55 Jahre alte Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kandidiert parteilos. Sie trat bereits bei der letzten Oberbürgermeisterwahl an und erreichte damals den dritten Platz.
Stein wird von einem linken Bündnis unterstützt. Auch die Grünen stehen hinter ihrer Kandidatur. Sollte sie gewinnen, wäre sie die erste Frau an der Spitze des Freiburger Rathauses.
Weitere Bewerber im Rennen
Insgesamt bewerben sich neun Kandidaten um das Amt.
- Achim Wiehle: Unternehmer und parteilos. Unterstützt von der CDU. Themen sind Wirtschaft, Sicherheit und Klimapolitik.
- Karl Schwarz: Gemeinderat und Kandidat der AfD. Er setzt auf mehr Wohnraum und eine schlankere Verwaltung.
- Florian Braune: Jurist und Kandidat der Freien Wähler. Er wirbt unter anderem für kostenlosen Nahverkehr und eine Bürger App.
- Dejan Mihajlović: Parteiloser Lehrer. Er möchte Freiburg zu einer „Demokratiemodellstadt“ entwickeln.
- Weitere Kandidaten treten mit satirischen oder symbolischen Kampagnen an.
Mögliche Stichwahl im Mai
Erreicht am Sonntag, 26. April, niemand die absolute Mehrheit, folgt drei Wochen später eine Stichwahl. Dann dürfen nur noch die zwei bestplatzierten Kandidaten antreten.
Diese Regel gilt in Baden Württemberg erst seit dem Jahr 2023. Bei einer Oberbürgermeisterwahl in Freiburg würde sie damit erstmals angewandt. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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