Gerichtsentscheid in Koblenz: Sphynx-Katzen müssen kastriert werden
- Sphynx-Katzen sind eine nahezu haarlose Katzenrasse. (Symbolbild)
- Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa
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Koblenz. Eine Hobbyzüchterin aus dem Kreis Bad Kreuznach muss zwei Katzen der Rasse „Canadian Sphynx“ kastrieren lassen. Das Oberverwaltungsgericht Rheinland Pfalz in Koblenz bestätigte eine entsprechende Anordnung der Behörden in einem Eilverfahren.
Der Beschluss wurde in der vergangenen Woche gefasst und nun bekanntgegeben. Nach Auffassung des Gerichts handelt es sich um einen Fall von Qualzucht. Die Tiere verfügten nicht über funktionsfähige Tasthaare. Diese sogenannten Vibrissen sind für Orientierung, Beutefang und das Sozialverhalten von Katzen wichtig.
Gericht sieht dauerhafte Einschränkungen
Nach Angaben des Gerichts führt das Fehlen der Tasthaare zu dauerhaften Einschränkungen und Leiden für die Tiere. Deshalb sei der Eingriff aus Sicht des Tierschutzes gerechtfertigt.
Die Halterin betreibt eine Hobbyzucht und hatte gegen die Anordnung der Kreisverwaltung Bad Kreuznach geklagt. Bereits das Verwaltungsgericht Koblenz hatte ihren Antrag abgelehnt. Auch die Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht blieb ohne Erfolg.
Chemische Kastration reicht nicht aus
Nach Einschätzung des Gerichts ist eine chemische und nur vorübergehende Kastration keine gleich geeignete Maßnahme. Zudem bestehe ein besonderes öffentliches Interesse daran, die Anordnung sofort umzusetzen. Der Schutz der Tiere habe in diesem Fall Vorrang. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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