Zwei Badetote in Rheinland-Pfalz: Schwimmmeister mahnen

Was die Schwimmmeister nach tödlichen Unglücken vom Wochenende sagen (Symbolbild) | Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Rheinland-Pfalz. Zwei tödliche Badeunfälle in Freibädern erschüttern zum Start der Saison viele Schwimmmeister im Land. Am Wochenende Samstag, 23. Mai, und Sonntag, 24. Mai, starben ein vierjähriger Junge in Ludwigshafen und ein elfjähriger Junge nach einem Unfall im Freibad Birlenbach im Rhein-Lahn-Kreis.

Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Schwimmmeister gilt ein solcher Saisonbeginn als besonders belastend. „Das ist das Worst-Case-Szenario, von dem wir hoffen, dass es nie passiert“, sagte der stellvertretende rheinland-pfälzische Landesvorsitzende Christian Meinecke der Deutschen Presse-Agentur.

Viele Freibäder hätten erst Anfang Mai geöffnet. „Wir haben Saisonanfang. Und jetzt haben wir schon zwei Tote. Das ist eigentlich unvorstellbar“, sagte Meinecke. Die genauen Hintergründe der beiden Unglücke waren zunächst unklar. Die Ermittlungen laufen.

Vierjähriger in Ludwigshafen tot gefunden

In Ludwigshafen wurde ein vierjähriger Junge leblos im Wasser eines Freibads entdeckt. Im Freibad Birlenbach wurde ein elfjähriger Junge aus dem Wasser gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er später.

Für Schwimmmeister sind solche Fälle besonders schwer. „Natürlich wollen wir immer, dass unsere Badegäste lachend ins Schwimmbad kommen und dieses auch wieder lachend, fröhlich und lebend verlassen“, sagte Meinecke.

„Der Schwimmmeister ist kein Babysitter“

Der Verband erinnert in diesem Zusammenhang an eine klare Regel. Kinder, die nicht sicher schwimmen können, müssen dauerhaft von ihren Eltern beaufsichtigt werden. Das gilt auch dann, wenn sie Schwimmhilfen tragen.

„Der Schwimmmeister ist kein Babysitter“, sagte Meinecke. Die Hauptaufgabe der Aufsicht liege beim Schwimmerbecken. In vielen Bädern gebe es im Nichtschwimmerbereich keine eigene Aufsicht.

Je nach Bau des Freibads seien Schwimmer- und Nichtschwimmerbereiche außerdem räumlich getrennt. Dadurch könne das Personal nicht immer alle Becken gleichzeitig überblicken.

Fachkräftemangel verschärft Situation

Nach Angaben des Verbandes erschweren zusätzliche Aufgaben und Personalmangel den Alltag in vielen Bädern. Schwimmmeister müssten neben der Beckenaufsicht auch Technik kontrollieren oder bei medizinischen Notfällen helfen.

„Je nach Größe des Bades können wir nicht alles sehen“, sagte Meinecke. Gleichzeitig wachse der Druck auf die Kommunen als Betreiber der Anlagen.

Der Verband appelliert daher an Badegäste und Eltern, Verantwortung zu übernehmen und Kinder im Wasser stets im Blick zu behalten. dpa/red

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Autor:

Cornelia Bauer aus Speyer

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