Starkregen löst Hochwasser im Rhein-Lahn-Kreis aus
- Wegen des Unwetters muss die Feuerwehr etliche Male ausrücken. (Symbolbild)
- Foto: Soeren Stache/dpa
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Rhein-Lahn-Kreis. Heftiger Starkregen hat am Freitag, 19. Juni, in Teilen von Rheinland-Pfalz zu einem schnellen Hochwasser geführt. Besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis, wo Bäche innerhalb weniger Stunden stark anschwollen und Einsatzkräfte mehrfach ausrücken mussten.
Nach vorläufigen Einschätzungen des Kreises erreichte das Ereignis eine Größenordnung, die statistisch nur etwa alle 50 Jahre vorkommt. Trotz zahlreicher Einsätze meldeten Behörden zunächst keine Verletzten und keine größeren Schäden.
Pegel steigen innerhalb weniger Stunden
Betroffen waren vor allem kleinere Flüsse und Bäche in der Region. Dazu gehörten unter anderem:
- Dörsbach
- Mühlbach
- Aar
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe warnte am Freitagabend zeitweise sogar vor einem möglichen Extremhochwasser. Zwischenzeitlich richtete der Katastrophenschutz eine Koordinierungsstelle ein. In der Nacht zum Samstag, 20. Juni, gingen die Pegelstände wieder deutlich zurück. Besonders schnell stieg der Wasserstand am Dörsbach. An der Messstelle beim Kloster Arnstein lag der Pegel gegen 17 Uhr noch bei 27 Zentimetern. Bis 20.45 Uhr kletterte er auf 1,96 Meter. Danach sank der Wasserstand wieder deutlich.
Mittelaltermarkt abgesagt und Zeltlager geräumt
Stark betroffen war nach Angaben der Behörden der Bereich Katzenelnbogen. Dort wurde ein geplanter Mittelaltermarkt wegen der Überflutungsgefahr kurzfristig abgesagt. Ein Zeltlager wurde vorsorglich evakuiert. Die Feuerwehr rückte mehr als 60 Mal aus. Die Einsätze betrafen vor allem überflutete Straßen und umgestürzte Bäume.
Baum beschädigt Ferienhaus
In Obernhof stürzte ein Baum auf das Dach eines Ferienhauses und riss dabei eine Stromleitung herunter. Wie hoch der Schaden ist, konnte die Polizei zunächst nicht beziffern. Ein sogenanntes 50-jährliches Hochwasser beschreibt ein Ereignis, das statistisch im Durchschnitt nur einmal in 50 Jahren erreicht wird. Erinnerungen an die Flutkatastrophe im Ahrtal im Jahr 2021 wurden dadurch erneut wach. Damals starben mindestens 135 Menschen und tausende Gebäude wurden zerstört. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |