Schockanrufe in Saarlouis und St. Wendel: 80.000 Euro erbeutet
- Bei den Anrufen fordern die Betrüger meist hohe Geldsummen von den Opfern. (Symbolbild)
- Foto: Roland Weihrauch/dpa
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Saarlouis/St. Wendel. Senioren in den Landkreisen Saarlouis und St. Wendel haben durch Schockanrufe insgesamt mehr als 80.000 Euro verloren. Nach Angaben der Polizei gelangten Betrüger in drei Fällen an das Geld. In den vergangenen Tagen registrierten die Beamten zudem mehr als 20 weitere Anrufe, bei denen Geld gefordert wurde.
Betroffen waren Männer im Alter von 73 bis 87 Jahren. Die Täter geben sich am Telefon als nahe Verwandte oder Polizeibeamte aus. Sie täuschen etwa einen schweren Verkehrsunfall vor und behaupten, ein Angehöriger habe ihn verursacht. Um eine angeblich drohende Verhaftung abzuwenden, verlangen sie eine Kaution.
Das Geld holen falsche Polizeibeamte nach diesen Angaben an der Haustür oder an einem vereinbarten neutralen Ort ab.
So schützt man sich vor Schockanrufen
Die Polizei weist darauf hin, dass sie am Telefon keine Geld-, Schmuck- oder Wertgegenstände fordert. Wer einen solchen Anruf erhält, sollte sofort auflegen und die Angaben unabhängig prüfen.
- Keine Zahlungen leisten: Geld oder Wertsachen niemals Fremden übergeben oder überweisen.
- Keine Angaben bestätigen: Informationen des Anrufers zunächst über einen bekannten Kontaktweg überprüfen.
- Hilfe holen: Eine Vertrauensperson oder die Polizei kontaktieren.
Bei einem akuten Betrugsverdacht sollte die Polizei verständigt werden. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |