Schockanrufe im Saarland: Polizei warnt vor Geldübergaben
- Bei der Betrugsmasche fordern die Täter oft eine hohe Geldsumme in bar. (Symbolbild)
- Foto: Roland Weihrauch/dpa
- hochgeladen von dpa content
Saarland. Wer im Saarland Anrufe mit angeblichen Kautionsforderungen erhält, sollte sofort auflegen und keine Wertsachen herausgeben. Die Landespolizei warnt vor einer aktuellen Welle von Schockanrufen. Seit 17. September kam es nach Polizeiangaben in vier Fällen tatsächlich zu Geldübergaben. Der Gesamtschaden liegt bei mehr als 100.000 Euro.
So gehen die Täter vor
Die Betrüger geben sich am Telefon als nahe Angehörige oder Polizeibeamte aus. Sie schildern eine angebliche Notlage, häufig einen Verkehrsunfall mit schwer verletzten oder getöteten Menschen. Ein Verwandter der angerufenen Person soll den Unfall verursacht haben. Dann behaupten die Täter, eine Verhaftung könne nur durch eine Kaution verhindert werden. Das Geld holen falsche Polizeibeamte an der Haustür oder an einem vereinbarten Ort ab.
Vier Übergaben in mehreren Landkreisen
Nach Angaben der Polizei wurden in den Landkreisen Saarlouis, Merzig-Wadern, St. Wendel sowie im Regionalverband Saarbrücken in vier Fällen Bargeldbeträge im niedrigen bis mittleren fünfstelligen Bereich übergeben. Eine weitere geplante Übergabe auf dem Parkplatz eines Krankenhauses konnte verhindert werden. Zudem registrierte die Polizei mehr als 20 weitere Versuche. Die Opfer waren Frauen im Alter von 61 bis 90 Jahren.
Polizei: Bei Geldforderungen sofort auflegen
Die Polizei betont, dass sie am Telefon keine Kautionen, kein Bargeld, keinen Schmuck und keine Wertgegenstände fordert. Empfohlen wird:
- Bei solchen Anrufen sofort auflegen.
- Kein Geld und keine Wertsachen an fremde Personen übergeben.
- Angaben des Anrufers über Angehörige oder Vertrauenspersonen prüfen.
- Im Zweifel die echte Polizei kontaktieren.
Die Warnung richtet sich besonders an ältere Menschen und ihre Familien, weil die Täter gezielt Druck aufbauen und eine schnelle Entscheidung erzwingen wollen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |