Notfall in Höhle bei Grabenstetten: Wanderer stirbt auf Alb
- Die Begleiter des Mannes und die Tour-Guides konnten die Höhle nach einem aufwendigen Rettungseinsatz verlassen.
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Grabenstetten. Ein medizinischer Notfall bei einer Höhlentour auf der Schwäbischen Alb hat tödliche Folgen gehabt. In der Falkensteiner Höhle bei Grabenstetten im Kreis Reutlingen ist ein 61 Jahre alter Wanderer während einer geführten Tour gestorben.
Der Mann war nach Angaben der Gemeinde mit einer Gruppe bereits rund 1300 Meter tief in die Höhle geklettert, als es zu dem Notfall kam. Hinweise auf Fremdverschulden oder ein vorwerfbares Verhalten Dritter gibt es laut Polizei nicht.
Die Begleiter und drei Tour Guides konnten die Höhle nach einem aufwendigen Rettungseinsatz unverletzt verlassen. Mehr als 100 Kräfte von Bergwacht und Rettungsdienst waren im Einsatz. Die Bergung des Verstorbenen sollte mehrere Stunden dauern.
Rettung unter schwierigen Bedingungen
Die Falkensteiner Höhle ist nur über unwegsames Gelände zu Fuß erreichbar. Der Weg zu dem Patienten dauerte laut Angaben vor Ort etwa eineinhalb Stunden.
Auch im Inneren der Höhle ist der Zugang schwierig. Teilweise müssen mehrere Meter hohe Felsstufen überwunden werden. Funkempfang gibt es dort nicht. Kontakt zu den Einsatzkräften bestand nur über einen der Guides, der auch den Notruf abgesetzt hatte.
Zugang nur mit Genehmigung
Die Falkensteiner Höhle zählt zu den bekanntesten Höhlen der Schwäbischen Alb. Sie gilt als sogenannte aktive Wasserhöhle. Aus ihr entspringt der Fluss Elsach. Im Inneren ist es dunkel, nass und stark verwinkelt.
Seit 2018 ist der Zugang wegen der Gefahr plötzlicher Hochwasser offiziell verboten. Eine Begehung ist nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Gemeinde Grabenstetten erlaubt.
Schon früher aufwendige Rettungseinsätze
Die Höhle war bereits mehrfach Schauplatz größerer Rettungsaktionen. Im Mai eines vergangenen Jahres wurden zwei Männer eingeschlossen, nachdem Wasser in der Höhle angestiegen war.
Bundesweit bekannt wurde ein Einsatz im Sommer 2019. Damals saßen ein Höhlenführer und sein Kunde nach starken Regenfällen etwa 650 Meter vom Eingang entfernt fest. Erst nach rund 24 Stunden konnten Einsatzkräfte beide aus der Höhle retten. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |