Neue DNA-Beweise: Urteil für Mord an einer Stewardess im Jahr 1992 heute erwartet
- Im Prozess um einen mehr als 30 Jahre zurückliegenden Mord will das Bonner Landgericht am Montag sein Urteil sprechen. (Archivbild)
- Foto: dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Mehr als 30 Jahre nach einem Mord in Bonn steht am Montag die Entscheidung des Gerichts an. Für die Stadt und die Justiz bedeutet der Fall eine späte juristische Aufarbeitung eines Verbrechens, das viele Jahre ungeklärt blieb. Am Montag wird um 13 Uhr das Urteil gegen einen 59-jährigen Mann aus Bad Breisig erwartet.
Der Angeklagte steht wegen der Ermordung einer 29-jährigen Stewardess vor dem Bonner Landgericht. Ermittler hatten ihn im vergangenen Jahr nach neuen DNA-Untersuchungen identifiziert. Zum Prozessbeginn legte der Mann ein Geständnis ab.
Mordfall von 1992 beschäftigt Bonn erneut
Nach den Feststellungen der Anklage beobachtete der Deutsche in der Nacht zum Samstag, 18. Oktober, wie die Frau vor der Wohnung ihres Lebensgefährten aus einem Auto stieg. Er soll ihr in die Wohnung gefolgt sein, sie vergewaltigt und anschließend erdrosselt haben. Um die Tat zu verdecken, soll er danach ein Feuer gelegt haben.
Streit um Schuldfrage prägt den Prozess
Die Staatsanwaltschaft fordert eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und beantragte die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren wäre damit in der Regel ausgeschlossen.
Die Verteidigung plädierte auf eine Haftstrafe von höchstens zehn Jahren. Sie begründete dies mit Drogen- und Alkoholmissbrauch sowie einer schweren Persönlichkeitsstörung zur Tatzeit. Ein gerichtlich bestellter Sachverständiger stufte den Angeklagten jedoch als voll schuldfähig ein. dpa
Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
|
| Cornelia Bauer auf Facebook | |