Nach tödlichem Unfall in Stuttgart: Prozess gegen Fahrer beginnt heute

Der Fahrer war in der Stuttgarter Innenstadt mit seinem Geländewagen von der Straße abgekommen. (Archivbild) | Foto: Marco Krefting/dpa
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Stuttgart. Ein Jahr nach dem tödlichen Unfall an der Straßenbahn Haltestelle Olgaeck beschäftigt der Fall nun das Gericht. Am Mittwoch, 20. Mai, beginnt um 9 Uhr am Amtsgericht Stuttgart der Prozess gegen den Fahrer des Unfallwagens.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43 Jahre alten Mann fahrlässige Tötung vor. Zudem geht es um fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen und um fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs. Für die Verhandlung sind nach früheren Angaben des Gerichts neun Zeugen und zwei Sachverständige geladen.

Nach den Ermittlungen soll der Mann Anfang Mai mit seinem Auto nahe der Haltestelle Olgaeck von der Fahrbahn abgekommen sein. Das Fahrzeug fuhr anschließend in den Fußgängerbereich der Haltestelle. Eine 46 Jahre alte Frau kam dabei ums Leben. Acht weitere Menschen wurden teils schwer verletzt.

Vorwurf der Fahruntüchtigkeit durch Drogen

Die Anklage geht davon aus, dass der Fahrer zum Zeitpunkt des Unfalls fahruntüchtig war. Grund soll der Konsum von Drogen und Medikamenten gewesen sein. Zwei kurz nach dem Unfall entnommene Proben hätten Kokain und ein Abbauprodukt ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Verteidigung widerspricht dieser Darstellung. Nach Angaben des Anwalts sei bei seinem Mandanten nur eine Restkonzentration der Substanzen festgestellt worden. Am Unfalltag habe der Mann weder Medikamente noch Drogen eingenommen. Ein wissenschaftlich gesicherter Zusammenhang zwischen den Abbaustoffen und dem Unfall sei bislang nicht belegt.

Der Angeklagte hatte den Opfern bereits kurz nach dem Unglück über seinen Anwalt sein Mitgefühl ausrichten lassen. Er sei erschüttert, fassungslos und tief betroffen von den Folgen des Unfalls. dpa/red

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Cornelia Bauer aus Speyer

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