IS-Prozess in Koblenz: Urteil gegen mutmaßliches Ex-Mitglied heute erwartet
- Wie das Gericht im Prozess gegen ein mutmaßliches IS-Mitglied entscheidet, wird sich am Montag zeigen. (Symbolbild)
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Koblenz. In Koblenz fällt am Montag, 9. März, um 10 Uhr das Urteil in einem Prozess mit hoher sicherheitspolitischer Bedeutung für die Region. Vor dem Landgericht steht ein mutmaßliches Ex-Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS), dessen Verfahren bundesweit beachtet wird und auch für die Justizstandorte in Rheinland-Pfalz Signalwirkung hat.
Konflikt um Schuld und Beweise im Koblenzer IS-Verfahren
Die Bundesanwaltschaft wirft dem 46-jährigen Syrer vor, Mitglied der Terrororganisation IS gewesen zu sein sowie Kriegsverbrechen und Mord begangen zu haben. Nach Überzeugung der Anklage schloss sich der Mann im Jahr 2015 für rund einen Monat der Terrormiliz an, als diese seinen damaligen Wohnort Al-Sawana in Syrien einnahm.
Bundesanwaltschaft sieht nur Teil der Vorwürfe belegt
In ihren Plädoyers erklärten die Vertreter der Bundesanwaltschaft, der Angeklagte sei wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland schuldig zu sprechen. Für weitere Vorwürfe reichten die Beweise nach Einschätzung der Anklage jedoch nicht aus. Gefordert wurde eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten.
Verteidigung fordert Freispruch im Konflikt um den Tatvorwurf
Die Verteidiger beantragten in ihrem Schlussvortrag einen Freispruch. Das, was dem 46-Jährigen zu Last gelegt wurde, habe so nicht stattgefunden.
Der Angeklagte befand sich nach seiner Festnahme in Mainz von März 2023 bis Anfang Juli 2024 in Untersuchungshaft. Diese Zeit würde auf eine mögliche Freiheitsstrafe angerechnet. dpa
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Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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