Großrazzia in Köln: Zehn Festnahmen wegen Waffenhandels
- Bei einer internationalen Großrazzia gegen mutmaßlichen Waffen- und Rauschgifthandel wurden zehn Beschuldigte festgenommen. Ermittler stellten unter anderem Schusswaffen, Bargeld und Betäubungsmittel sicher.
- Foto: AdobeStock_115202469_Racle Fotodesign
- hochgeladen von Jens Vollmer
Köln. Am Donnerstag, 8. Oktober, sind Ermittler in Deutschland, den Niederlanden und Spanien gegen ein mutmaßliches internationales Netzwerk des Waffen- und Rauschgifthandels vorgegangen. Zehn Beschuldigte wurden festgenommen, zudem vollstreckten die Behörden 35 Durchsuchungsbeschlüsse.
Sieben Beschuldigte nahmen Spezialkräfte des Bundes und der Länder in Deutschland aufgrund von Haftbefehlen der Amtsgerichte Düsseldorf und Köln fest. Drei weitere Beschuldigte wurden in Spanien gefasst. Das Bundeskriminalamt, das Polizeipräsidium Köln, Bundes- und Landespolizei sowie die GRECO Costa del Sol der spanischen Policía Nacional waren an dem Einsatz beteiligt. Die Ermittlungen führen die Staatsanwaltschaft Düsseldorf und die Staatsanwaltschaft Köln.
Bei Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, den Niederlanden und Spanien stellten die Einsatzkräfte zahlreiche Schusswaffen, digitale Beweismittel, Bargeld und Betäubungsmittel sicher. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Pistolen, Sturmgewehre und Rauschgift illegal gehandelt zu haben. Nach Angaben des Bundeskriminalamts sollen sie legale Transportstrukturen genutzt haben, um vorwiegend illegal produzierte und teilweise totalgefälschte Waffen aus der Türkei nach Deutschland zu schmuggeln.
Die Ermittler gehen zudem von umfangreichen Rauschgiftgeschäften mit Verbindungen in die Niederlande und nach Spanien aus. Der Vertrieb soll unter anderem über türkische Cafés und Shisha-Bars im Großraum Köln erfolgt sein. Den Maßnahmen waren monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert an.
Autor:Jens Vollmer aus Kaiserslautern |