Großeinsatz nahe Staudt: Zoll hebt illegale Zigarettenfabrik aus
- Die Zollfahnder gehen davon aus, dass die Beschuldigten mehr als 80 Millionen Zigaretten umgeschlagen haben.
- Foto: A4168 Sascha Ditscher/dpa
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Staudt. Millionen unversteuerter Zigaretten und tonnenweise Tabak sind bei einem Großeinsatz des Zolls im Westerwald sichergestellt worden. Ermittler haben auf einem ehemaligen Fabrikgelände im rheinland pfälzischen Staudt eine mutmaßlich illegale Zigarettenproduktion entdeckt.
Vier Tatverdächtige wurden bereits im Mai festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft. Nach Angaben des Südwestrundfunks durchsuchten Zollfahnder insgesamt 13 Lagerhallen und Wohnungen in Nordrhein Westfalen, Hessen und Rheinland Pfalz.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beschuldigten bundesweit mehr als 80 Millionen Zigaretten in Umlauf gebracht haben. Der mutmaßliche Steuerschaden liegt laut Bericht bei rund 5,4 Millionen Euro.
Millionen Zigaretten in Lagerhallen entdeckt
Bei den Durchsuchungen stellten die Fahnder große Mengen unversteuerter Ware sicher.
- Rund zehn Millionen Zigaretten in einer Lagerhalle in Ahlen in Nordrhein Westfalen
- Etwa neun Millionen Zigaretten auf einem landwirtschaftlichen Anwesen bei Rüsselsheim in Hessen
- Mehr als 16 Tonnen Tabak in der Produktionsanlage in Staudt
Arbeiter unter fragwürdigen Bedingungen
Nach dem Bericht sollen mindestens elf Arbeiter über längere Zeit auf dem Gelände eingeschlossen gewesen sein. So sollte verhindert werden, dass die illegale Produktion nach außen auffällt.
Mehr als 120 Einsatzkräfte waren drei Tage lang mit Durchsuchungen und Sicherstellungen beschäftigt. Die Ermittlungen dauern an. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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