Explosion im ICE nach Frankfurt: 20‑Jähriger in U‑Haft
- Ein 20‑Jähriger zündete in einem ICE auf der Strecke von Aachen nach Frankfurt zwei Sprengvorrichtungen. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen versuchten Mordes und weiterer schwerer Straftaten erlassen.
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Bonn. Am Donnerstag, 2. April, zündete ein 20‑jähriger Mann gegen 21 Uhr in einem ICE auf der Strecke von Aachen nach Frankfurt am Main zwei Sprengvorrichtungen.
Wie die Polizei Bonn und die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf mitteilen, hat der Staatsschutz der Bonner Polizei die Ermittlungen übernommen. Diese laufen in enger Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf weiter. Der Beschuldigte wurde nach der Tat festgenommen und einem Ermittlungsrichter in Aachen vorgeführt.
Der Richter erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung sowie wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Der 20‑Jährige wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittler prüfen derzeit insbesondere das Motiv der Tat. Eine politische Motivation kann nach Angaben der Behörden nicht ausgeschlossen werden. Gleichzeitig fließen auch Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Beschuldigten in die Bewertung der Hintergründe ein.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |